Ein Mann hält sein Smartphone in der Hand. (Foto: IMAGO/Westend61)

Neue SMS-Betrugsmasche mit angeblicher "Voicemail"

  22.08.2021 | 16:53 Uhr

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes warnt derzeit vor einer neuen Betrugsmasche. Verschickt werden gefälschte SMS mit der Information, dass eine neue Nachricht auf der Mailbox des Handybesitzers eingegangen ist, dahinter folgt ein Link. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie sich Betroffene verhalten sollten.

Bei einer neuen Betrugsmasche erhalten Betroffene nach Angaben der Verbraucherzentrale des Saarlandes eine SMS mit der Nachricht "Neue Voicemail" oder auch "Sie haben einen verpassten Anruf". Dahinter folgt ein Link.

Wer auf diesen Link klickt, wird jedoch nicht zur Mailbox des Mobiltelefons geleitet, sondern wird aufgefordert, eine App zu installieren. Das kann gefährlich werden. Die Verbraucherzentrale warnt, dass auf diesem Weg etwa Daten vom Smartphone kopiert und gestohlen, massenhaft SMS verschickt oder dem Gerät Schäden zugefügt werden könnten.

Link nicht anklicken

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes rät deshalb dazu, keinesfalls den Link in der SMS anzuklicken. Stattdessen sollten Betroffene über die Mailboxrufnummer ihre eigene Mailbox anrufen und abhören.

Wer den Link doch geöffnet hat, sollte an seinem Smartphone den Flugmodus einschalten, damit die App keine Daten über das Internet senden kann. Außerdem sei es wichtig, Beweise zu sammeln - etwa durch Bildschirmfotos - und bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Vorbeugen ist möglich

Allerdings gibt es laut Verbraucherzentrale auch vorbeugende Schutzmaßnahmen, durch die die betrügerischen SMS gar nicht erst an das Handy verschickt werden können. Hierbei hilft es, die Einstellungen der Nachrichten-Apps zu überprüfen. Oft gebe es die Möglichkeit anzugeben, dass nur SMS von Nummern empfangen werden können, die in den Kontakten gespeichert seien.

Anfang des Jahres hatte es bereits eine ähnliche Betrugsmasche gegeben. Die Betroffenen erhielten damals gefälschte Versandbenachrichtigungen für Pakete. Über einen Link wurde dann Schadsoftware auf das Handy geladen.

Weitere Tipps zum Umgang mit Betrugs-SMS hat die Verbraucherzentrale auf ihrer Website zusammengestellt: www.verbraucherzentrale-saarland.de.

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