Eine Frau geht in einem Pflegeheim an einem Gehstock. (Foto: picture alliance/Sebastian Kahnert/zb/dpa)

VdK Saarland kritisiert Pflegereform-Pläne

  06.10.2020 | 16:20 Uhr

Der Sozialverband VdK Saarland hält die Pläne zu einer Pflegereform von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für unzureichend. Die zu erwartenden Einsparungen für Betroffene seien "ein Tropfen auf den heißen Stein".

Die geplante Deckelung des pflegebedingten Eigenanteils bedeute im Saarland eine Ersparnis von maximal 236 Euro, teilte der VdK mit. Die Gesamtbelastung liege dann trotzdem bei fast 2300 Euro. Viele Pflegebedürftige würden trotz der Reform weiter Sozialhilfe benötigen.

Niedrigerer Eigenanteil gefordert

Aktuell müssten pflegebedürftige Heimbewohner im Saarland rund 2500 Euro aus eigener Tasche zahlen, so der Verband. Davon entfielen 936 Euro auf die Pflege, hinzu kämen 893 Euro für die Unterkunft, sowie Investitionskosten von 512 Euro und eine Ausbildungsumlage von 163 Euro.

Der Sozialverband fordert eine verbindliche gesetzliche Regelung zur öffentlichen Finanzierung der Investitions- und Ausbildungskosten. "Für die Pflegebedürftigen dürfen nur die Kosten für Unterkunft und Verpflegung verbleiben. Das wäre gerecht und für viele auch tragbar", sagte der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.10.2020 berichtet.

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