Notruf-Rettungspunkt WimS-Das Magazin  (Foto: SR)

Rettungspunkte im Wald zerstört

Kathrin Paul / mit Informationen von Martin Honnigfort   14.05.2020 | 10:14 Uhr

In den vergangenen Jahren hat der Saarforst um die 800 so genannte Rettungspunkte in saarländischen Wäldern eingerichtet. Sie dienen bei Unfällen als schnelle Hilfe, damit Rettungskräfte schnell vor Ort sein können. In letzter Zeit häufen sich allerdings Fälle von Vandalismus und die Schilder werden mutwillig zerstört oder entfernt.

Rettungspunkte

Die Rettungspunkte  im Wald sind durch Schilder markiert, die einen Koordinaten-Code aufweisen. Die Codes verraten den im Notfall alarmierten Rettungskräften den genauen Standort.

Umweltministerium beklagt zunehmenden Vandalismus an „Rettungspunkten“ (14.05.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 14.05.2020, Länge: 04:36 Min.]
Umweltministerium beklagt zunehmenden Vandalismus an „Rettungspunkten“ (14.05.2020)

Fahrzeuge des Saarforsts kontrollieren deshalb inzwischen regelmäßig alle Standorte. Auch beispielsweise im Wald zwischen Eppelborn und Wiesbach findet Forstmann Christoph Ehring Schilder, die ständig kaputtgemacht oder einfach nur zu-gesprayt werden. „Diese Rettungspunkte sind für uns im Forst ganz wichtig.“ Unfälle, die bei den Arbeitern im Wald passieren, entstünden meist durch Motorsägen und dann sei schnelle Hilfe enorm wichtig, erklärt Ehring.

"Das ist aus meiner Sicht bescheuert"

Aber auch Wanderer, Mountainbiker oder Touristen auf den saarländischen Premiumwanderwegen verlassen sich darauf, dass sie im Notfall eine funktionierende Rettungskette in Gang setzen können.

Im saarländischen Umweltministerium in Saarbrücken erinnert man vor allem aber auch an die vielen Familien, die mit ihren Kindern – gerade jetzt in Corona-Zeiten – verstärkt den Wald besuchen. Umweltminister Reinhold Jost (SPD) appelliert an den gesunden Menschenverstand, den Wald verantwortlich zu nutzen. Dazu gehöre auch, Einrichtungen nicht mutwillig zu zerstören. „Das ist aus meiner Sicht bescheuert.“

Teuer ist es zudem auch, 2019 wurden laut Jost rund 28.000 Euro für Kontrollen und Instandsetzung der Schilder ausgegeben.

Über dieses Thema berichtete auch das SR Fernsehen in der Sendung "Wir im Saarland - Das Magazin" am 14.05.2020.

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