Eine Justitia-Statue (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Gastro-Kritiker unterliegt in Bier-Rechtsstreit

mit Informationen von Bettina Rau   10.08.2020 | 13:19 Uhr

Im Streit um den Bier-Namen "Black Bitch" hat das Landgericht Saarbrücken für den Brauhof Saar entschieden. Ein Gastro-Kritiker aus Saarbrücken darf das Bier demnach nicht mehr als "dreckige Naziplörre" bezeichnen.

Laut Saarbrücker Landgericht handelt es sich bei den Äußerungen des Gastrokritikers um „Schmähkritik“, die durch die Namensgebung des Bieres nicht gerechtfertigt sei. Das Gericht bestätigte damit die einstweilige Verfügung.

Klöckner darf das Bier nicht mehr als „Nazi-Plörre“ – und die Brauerei nicht mehr als „Braunhof“ bezeichnen, sonst droht ihm eine Geldbuße von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten, so das Gericht. Klöckner erklärte, er werde mit seinem Anwalt prüfen, ob er in die nächste Instanz gehe.

Video [aktueller bericht, 10.08.2020, Länge: 3:03 Min.]
Streit um „Black Bitch“-Bier

Bier soll umbenannt werden

Black Bitch heißt auf Deutsch "schwarze Schlampe". Der Gastro-Kritiker hatte diesen Bier-Namen bei Facebook heftig kritisiert. Nach Aussage der Brauerei sei der Name des Bieres, das seit fünf Jahren auf dem Markt ist, "nie rassistisch und auch nie auf Personen bezogen" gewesen.

Trotzdem hatte der Brauhof Saar angekündigt, das Bier umzubenennen. Das Bier werde im kommenden Monat in BB Black umbenannt. BB stehe für Black Beer – so Ralph Walther vom Brauhof Saar.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 10.08.2020 berichtet.

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