Eine Justitia-Statue (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Fünf Jahre Haft für Unfallfahrer im Rollerprozess

mit Informationen von Gabor Filipp   27.09.2021 | 17:14 Uhr

Im Prozess um den Tod eines Rollerfahrers in Saarbrücken-Güdingen hat das Landgericht Saarbrücken das Urteil aus der Vorinstanz gegen den Autofahrer abgemildert. Aus der fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe wurden fünf Jahre. Der Autofahrer hatte 2016 einen Rollerfahrer angefahren und dann Fahrerflucht begangen.

Der Autofahrer, der wegen versuchten Mordes an einem Rollerfahrer in Saarbrücken vor Gericht stand, erhält eine geringere Strafe. Das Landgericht Saarbrücken verhängte am Montag eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren gegen den Mann.

In der Vorinstanz war der Angeklagte 2020 zu einer fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe kassiert.

Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Das Landgericht begründete das mildere Urteil unter anderem damit, dass eine erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit des Angeklagten zum Tatzeitpunkt nicht ausgeschlossen werden könne. Der 35-jährige Unfallverursacher hatte bei dem Unfall unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden und fuhr ohne gültige Fahrerlaubnis.

Der Angeklagte hatte 2016 in Saarbrücken-Güdingen mit hoher Geschwindigkeit einen Motorroller gerammt und dann Fahrerflucht begangen. Der Rollerfahrer war später seinen schweren Verletzungen erlegen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 27.09.2021 berichtet.

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