Strafprozessordnung und Gerichtsakten (Foto: dpa)

22-Jähriger muss nach Tötungsdelikt ins Gefängnis

  13.05.2022 | 18:57 Uhr

Nach einem Tötungsdelikt in Blieskastel-Webenheim im vergangenen Jahr hat das Saarbrücker Landgericht einen 22-Jährigen am Freitag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, fällt das Strafmaß damit etwas niedriger aus, als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Anfang September vergangenen Jahres hatte der heute 22-Jährige im Blieskasteler Stadtteil Webenheim den 50-jährigen Lebensgefährten seiner Mutter mit einem Messer getötet. Im Verlaufe des Prozess legte der 22-Jährige ein Geständnis ab. Er sagte, er habe damit seine Mutter retten wollen, die von ihrem Lebensgefährten gewürgt worden war.

Welcher der 32 Stiche war tödlich?

Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen Totschlags erhoben - das Gericht wich in seiner am Freitag verkündeten Entscheidung allerdings davon ab, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Es erkannte zwar grundsätzlich eine Notwehrsituation. Aber schon nach den ersten Stichen in den Rücken sei das Opfer stark beeinträchtigt gewesen. Insgesamt hatte der 22-Jährige aber 32 mal zugestochen.

Schwierig sei demnach zu beurteilen gewesen, welcher der 32 Stiche letztlich tödlich war, die zur Selbstverteidigung oder die übrigen Hiebe. Das Gericht verurteilte den Angeklagten letztlich wegen eines Tötungsversuches in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

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