Nazi-Denkmal im Bitcherland (Foto: Copyright Le Républicain Lorrain)

Prozess gegen Errichter von Nazi-Denkmal

  24.02.2020 | 14:57 Uhr

In Saargemünd hat am Montag der Prozess gegen einen Püttlinger begonnen, der vor zwei Jahren in Frankreich einen SS-Gedenkstein aufgestellt haben soll. Der mutmaßliche Täter ist bereits polizeibekannt und wird einer rechtsextremen Vereinigung zugerechnet. Ein Urteil wird für Ende März erwartet.

Der Vorwurf gegen den 36-Jährigen aus Püttlingen lautet: Rechtfertigung von Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vor zwei Jahren war auf einem Privatgrundstück im Bitcher Land in Lothringen die SS-Stele entdeckt worden. Darauf wird eine SS-Panzergrenadier-Division geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs mehrere Massaker angerichtet haben soll. Darunter eines im Dorf Maillé im Département Indre-et-Loire. 124 Dorfbewohner wurden ermordet, darunter 43 Kinder. Die Entdeckung des Gedenksteins hatte in Frankreich für Schlagzeilen gesorgt.

Nach Angaben des Republicain Lorrain schwieg der Angeklagte während der Anhörung am Montag. Die Staatsanwaltschaft forderte 18 Monate Haft, der Anwalt des Tatverdächtigen verlangte aufgrund eines formellen Mangels die Einstellung des Verfahrens. Das Urteil wird am 23. März erwartet.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 24.02.2020 berichtet.

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