Symbolbild: Gericht (Foto: dpa)

Handymast-Attentäter zu Haftstrafe verurteilt

mit Informationen von Barbara Spitzer   09.05.2022 | 17:17 Uhr

Das Amtsgericht Saarlouis hat einen 33-jährigen Mann wegen mehrerer Anschläge auf Umspannwerke und Handymasten zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sieben Monaten verurteilt. Durch die Anschläge war es zu kurzzeitigen Strom- und Netzausfällen gekommen.

Wegen mehrerer Anschläge auf Umspannwerke und Handymasten ist ein 33-Jähriger am Montag zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sieben Monaten verurteilt worden. Durch die Anschläge vor rund einem Jahr war es zu kurzzeitigen Strom- und Netzausfällen gekommen. Der Vorsitzende Richter sagte, die Infrastruktur sei damit empfindlich gestört worden.

Motiv unklar

Das Motiv des Angeklagten blieb vor Gericht unklar. Der 33-Jährige hatte während der fünf Verhandlungstage geschwiegen. Das Urteil nahm er nahezu ungerührt entgegen.

Das Gericht geht davon aus, dass Verschwörungstheorien sowie die Ablehnung von Mobilfunk eine Rolle gespielt haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Per Überwachungskamera und DNA-Spuren überführt

Der alleinstehende Hartz-IV-Empfänger war aufgrund von Bildern einer Überwachungskamera am Handymast auf der Bergehalde sowie aufgrund von DNA-Spuren an weiteren Tatorten überführt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals eine Belohnung ausgesetzt und Bilder der Überwachungskamera veröffentlicht. Daraufhin waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen und der Mann wurde festgenommen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 9.5.2022.

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