Gewitter (Foto: imago/Kickner)

Schäden im Saarland durch Unwetter

Axel Burmeister   09.08.2019 | 21:20 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat erneut vor schweren Gewittern mit Starkregen, Sturm und Hagel gewarnt. Das Unwetter könnte bis in die Nacht dauern. Zunächst hatte sich die Lage am Abend beruhigt. Allein im Landkreis St. Wendel war die Feuerwehr 70 Mal im Einsatz.

In weiten Teilen des Saarlandes ist es am späten Freitagnachmittag und Abend zu Unwettern gekommen. Laut der Feuerwehr St. Wendel kam es im dortigen Landkreis bis zum frühen Abend zu über 70 Einsätzen. Dabei ging es vorwiegend um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Auch eine Bahnlinie bei Merzig war kurzzeitig gesperrt. Am Bahnhof fiel ein Baum auf die Gleise. Die Zugstrecke wurde gesperrt, der Zugverkehr unterbrochen. In Beckingen kam es zu einem Verkehrsunfall, als ein Ast auf Auto fiel. Die Fahrerin wurde dabei leicht verletzt.

Unwetter verzog sich zunächst

Im Landkreis Saarlouis wurden neun Einsätze gefahren. Dort waren mehrere Bäume umgestürzt. Ein Baum stürzte auf die A 8 zwischen Rehlingen und Merzig. Auch im Landkreis Neunkirchen musste die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Aus Saarbrücken wurden ein Einsatz, aus St. Wendel acht gemeldet. Auch hier ging es um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Am Abend gab es noch Behinderungen auf der A 1. Gegen 20.00 Uhr zogen die Unwetter im Saarland wieder ab.

Nachdem sich die Lage zunächst beruhigt hatte, warnte der Deutsche Wetterdienst am Abend erneut vor schweren Gewittern und Starkregen. Die Lage wird laut Wetterdienst voraussichtlich bis 2.00 Uhr so bleiben. Für Samstagmorgen wurden Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 Stundenkilometer aus südwestlicher Richtung angekündigt.

Tornado in Luxemburg

In Luxemburg wirbelte am Freitag ein Tornado. Betroffen war der Raum Niederkerschen und Rodingen. Häuser und Autos sind nach Medienangaben massiv beschädigt worden. Eine private Messstation hatte der Nähe eine Windgeschwindigkeit von 128 Kilometer pro Stunde gemessen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 09.08.2019 berichtet.

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