Universität des Saarlandes (Foto: Imago/BeckerBredel)

Unterstützungsangebote für ukrainische Studierende im Saarland

  12.03.2022 | 18:05 Uhr

Ukrainische Studierende im Saarland, die aufgrund des Krieges in Not geraten sind, können finanzielle Unterstützung bekommen. Dafür greife die Universität des Saarlandes auf einen eigenen Hilfsfonds zurück. Auch die Aufenthaltserlaubnis betroffener Studierender könne unproblematisch verlängert werden, informiert der DAAD.

Die Universität des Saarlandes bietet Studierenden, die durch den Krieg in der Ukraine in Schwierigkeiten geraten sind, Unterstützung an. So gebe es bereits einen Hilfsfonds, der Betroffenen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen könne.

Verlängerter Aufenthalt möglich

"Wir wollen versuchen, wo es möglich ist, Beistand zu leisten", informierte das Präsidium der Universität in der vergangenen Woche und schloss sich der Stellungnahme der Hochschulrektorenkonferenz an, die den russischen Angriff scharf verurteilte.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) informiert außerdem darüber, dass der Aufenthalt für ukrainische Studierende, die bereits in Deutschland sind und aufgrund des Krieges nicht in ihr Heimatland zurückreisen können, unkompliziert verlängert werden könne.

Ukrainische Studierende im Saarland

38 Studierende aus der Ukraine seien für das Wintersemester an der Uni in Saarbrücken eingeschrieben gewesen. Außerdem hätten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der saarländischen Uni arbeiten, einen ukrainischen Hintergrund. "Ihnen gilt unsere besondere Unterstützung in diesen schweren Tagen. Wir wissen, dass sie sich um ihre Familien und Freunde in der Ukraine sorgen und dass sie große Zukunftsängste haben", so die Universitätsleitung.

Wie viele der Studierenden aus der Ukraine aktuell noch im Saarland sind oder zum Ende der Vorlesungszeit bereits zurück in ihr Heimatland gereist sind, versuche das International Office der Universität noch zu erfassen.

Internationale Kooperationen beeinflusst

Die Universität des Saarlandes arbeitet mit sechs verschiedenen Partner-Hochschulen in der Ukraine zusammen, außerdem mit weiteren Hochschulen im osteuropäischen Raum sowie in Russland.

Die derzeitigen Sanktionen gegen Russland werden sich jedoch auf die Kooperationen und Austauschbeziehungen zu Russland und Belarus auswirken, kündigt die Universität an. „Wir bedauern sehr, dass dies auch aktuelle und zukünftige Studierende und Mitglieder unserer Universität treffen wird“, so die Universitätsleitung.

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