Ein Berufsschüler im Unterricht (Foto: dpa)

Lehrermangel an Berufsschulen

Kristin Luckhardt   19.11.2018 | 20:50 Uhr

Auch an den Berufsschulen im Saarland herrscht ein Lehrermangel. Wie das Bildungsministerium dem SR mitteilte, gibt es in elf Fächern nicht genug Lehrkräfte - unter anderem in Kfz-Technik, Erziehungswissenschaft und Metalltechnik. Im vergangenen Schuljahr sind darum rund 280 Wochenstunden ausgefallen.

Ein Grund: An der Saar-Uni können angehende Berufsschullehrer nur Informatik, Technik und Wirtschaftswissenschaften studieren. Für die übrigen Fächer muss das Land Lehrkräfte aus anderen Bundesländern anwerben. Das sei angesichts des bundesweiten Lehrermangels „sehr schwierig“, so das Bildungsministerium. Daher könne das Saarland in vielen Fächern „nicht alle Bedarfe“ decken.

Weniger Berufsschullehrer und -schüler

Um den Lehrkräftemangel zu beseitigen, gibt es bereits seit zehn Jahren ein Quereinsteigerprogramm. Menschen aus anderen Berufen können ohne Lehramtsstudium direkt als Referendar an einer Berufsschule anfangen. Etwa 14 Berufsschullehrer gewinnt das Saarland dadurch jedes Jahr. Der strukturelle Unterrichtsausfall sei unter anderem dadurch erheblich reduziert worden, betont das Ministerium. Komplett abgebaut ist er aber noch nicht.

Insgesamt gebe es an den saarländischen Berufsschulen derzeit 1563 hauptamtliche unbefristete Lehrkräfte. Das sind mehr als 30 weniger als im vergangenen Schuljahr. Zuvor war die Zahl der Berufsschullehrer teils deutlich gestiegen. Die Zahl der Berufsschüler sank um knapp 1400 auf rund 28.500.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.11.2018 berichtet.

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