Ein Mädchen wird von einem Augenarzt untersucht. (Foto: AGO / Shotshop)

Uniklinik Homburg bietet Augen-Screening für Kinder an

  09.04.2022 | 11:52 Uhr

Wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr gut sehen, kann ein „Keratokonus“ dahinterstecken. Die Hornhauterkrankung betrifft vor allem junge Menschen. Wenn sie früh erkannt wird, kann man sie aber gut behandeln. An der Uniklinik Homburg können sich Kinder und Jugendliche zwischen vier und 21 Jahren auf die Krankheit testen lassen und unterstützen dabei gleichzeitig eine wissenschaftliche Studie.

Die Hornhaut ist der vordere durchsichtige Teil des Auges. Ähnlich wie ein Fenster lässt sie Licht in das Auge hinein und sorgt so dafür, dass wir gut sehen können. Bei der Hornhauterkrankung „Keratokonus“ ist die Hornhaut aber stark gekrümmt. Die Folge: Sehverlust. Wenn sie aber früh erkannt wird, gibt es gute Möglichkeiten, sie zu behandeln.

Was ist der Keratokonus?

Der Keratokonus wird auch als „Hornhautkegel“ bezeichnet. Er ist eine Erkrankung, bei der die Hornhaut allmählich immer dünner wird und sich zunehmend krümmt. Dadurch wird die Hornhaut steiler, also kegelförmig, und es kommt zu Sehverlust und Hornhautvernarbung.

Etwa ein bis vier Prozent der Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, sind von Keratokonus betroffen. Wie häufig die Krankheit in Deutschland auftritt, ist aber noch nicht genau bekannt.

Früherkennung bei Behandlung entscheidend

Wenn die Krankheit früh erkannt wird, gibt es viele Möglichkeiten, um die Sehschärfe zu erhalten. Wird die Krankheit allerdings erst spät erkannt, kann oft nur noch eine Hornhauttransplantation helfen.

Die Uniklinik Homburg will mit ihrer Studie nicht nur ermitteln, wie häufig diese Krankheit in Deutschland bei Kindern und Jugendlichen auftritt, sondern auch Betroffenen eine möglichst frühe Therapie ermöglichen.

Weltweite Studie untersucht die Krankheit

Beim Augen-Screening wird zunächst die Hornhaut vermessen. Das erfolgt schmerzlos, ohne dass das Auge berührt wird. Die gesamte Untersuchung dauert etwa eine Stunde. Im Anschluss werden die gemessenen Daten anonym ausgewertet.

Kann das Klinik-Personal einen Keratokonus nachweisen, kann eine entsprechende Therapie eingeleitet werden – je nachdem in welchem Stadium sich die Krankheit befindet. So kann die Sehstärke von betroffenen Kindern und Jugendlichen zum Beispiel durch angepasste Kontaktlinsen verbessert werden.

Auch durch Augentropfen, die Behandlung mit UV-Licht oder die Einsetzung bestimmter Ringe in die Hornhaut kann die Krankheit behandelt werden. Interessierte können telefonisch unter 06841 162 1230 oder per E-Mail augenklinik.studienarzt@uks.eu einen Termin vereinbaren.


Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Uniklinik Homburg.

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