Tief gekühlte Muttermilch lagert in einer Frauenmilchbank in einem Kühlschrank. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Uniklinik Homburg plant Frauenmilchbank

Kristin Brück   26.12.2019 | 10:41 Uhr

Die Homburger Uniklinik hat ein Projektteam für die Einrichtung einer Frauenmilchbank gebildet. Die Klinik teilte dem SR mit, die Investitionskosten stünden noch nicht fest.

Die Kosten für bauliche Maßnahmen würden derzeit ermittelt. Ein Eröffnungstermin stehe noch nicht fest. Der Aufbau einer Frauenmilchbank könne längere Zeit in Anspruch nehmen. Das hätten Erfahrungen aus anderen Standorten gezeigt. Da es an der Uniklinik bereits Räumlichkeiten und ein Etikettiersystem gebe, fange die Klinik allerdings nicht bei null an.

Uniklinik will Stillraten steigern

Die Uniklinik Homburg hofft, dass durch die Einrichtung einer Frauenmilchbank mehr Frauen stillen. Die Klinik verwies gegenüber dem SR auf Erfahrungen anderer Frauenmilchbanken.

An Kliniken mit einer solchen Einrichtung sei die Stillrate gestiegen. Die Uniklinik betonte, Muttermilch sei die beste Ernährung für Neugeborene. Sie senke unter anderem das Infektionsrisiko.

Die Motivation zum Stillen sei bereits gestiegen. Es gebe dazu zwar keine gesicherte Statistik. Zu beobachten sei aber zum Beispiel eine steigende Nachfrage nach Stillvorbereitungskursen und -beratung.

Stillende Mütter können Milch spenden

Nicht alle Mütter können sofort nach der Geburt ihres Babys stillen. Ein Hindernis kann zum Beispiel eine Infektion sein. Mütter von Frühgeborenen haben häufig nur wenig oder keine Muttermilch.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt als beste Alternative „Frauenmilch“. Das ist Muttermilch einer anderen Frau. Um den Bedarf an Muttermilch zu decken, gibt es Frauenmilchbanken.

Die Milch für die geplante Frauenmilchbank in Homburg soll von Müttern kommen, die an der Uniklinik entbunden haben. Dabei gelten die gleichen Gesundheitskriterien wie bei Blutspenden.

Über dieses Thema hat auch der SAARTEXT am 26.12.2019 berichtet.

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