HNO-Klinik des UKS in Homburg (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Uniklinik prüft hausinternen Datenschutz

Barbara Spitzer / Onlinefassung: Thomas Braun   07.10.2020 | 11:45 Uhr

Nach der Zeugenaussage eines OP-Pflegers im Untersuchungsausschuss zum mutmaßlichen Missbrauchsskandal will die Uniklinik den hausinternen Datenschutz prüfen. Der OP-Pfleger aus der HNO-Klinik war im Mai zu drei Missbrauchsverdachtsfällen polizeilich befragt worden.

Im U-Ausschuss gab der Pfleger an, er habe sich auf die Vernehmung mit einem Blick in die Patienten-Datenbank vorbereitet. Unter anderem habe er herausfinden wollen, welche Aufgaben er bei den drei fraglichen Operationen im Team hatte.

Die Uniklinik erklärte auf SR-Anfrage, sie wolle nun prüfen, ob damals die Vorgaben bei den Zugriffsrechten eingehalten wurden. Die Fraktion der Linken hat das Datenschutzzentrum des Saarlandes damit beauftragt, den Vorgang zu prüfen. Der Justizausschuss des Landtags soll sich dann Ende Oktober mit den Ergebnissen befassen, so die Linke.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenhang mit den Missbrauchsverdachtsfällen im OP-Bereich der HNO seit November gegen Unbekannt.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 07.10.2020.

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