Eine Mitarbeiterin der Homburger Uniklinik, die Medikamente in den neuen Verpackungsautomaten einsortiert. (Foto: SR)

Uniklinik testet Automaten für Patienten-Medikamente

mit Informationen von Manuela Weichsel   16.09.2022 | 20:00 Uhr

Am Uniklinikum Homburg soll bald ein automatisiertes System die Medikamente für Patienten zusammenstellen. Dadurch sollen Risiken durch menschliche Fehler minimiert und das Personal insgesamt entlastet werden.

Die Klinikapotheke am Universitätsklinikum in Homburg startet bald mit einem neuen Konzept zur Medikamentenvergabe.

Momentan funktioniert die Zusammenstellung der Medikamente für die Patienten noch wie in den meisten anderen Krankenhäusern klassisch per Hand: Pflegekräfte auf den Stationen sortieren für jeden Patienten die Tabletten. Das kostet zum einen Zeit, ist zum anderen aber auch fehleranfällig.

Video [aktueller bericht, 16.09.2022, Länge: 3:39 Min.]
Neues Verfahren zur Medikamentenvergabe an der Uniklinik Homburg

Automaten sollen Verteilung per Hand ersetzen

Abhilfe sollen hier in Zukunft zwei hochpräzise Verpackungsautomaten schaffen. Die Automaten werden mit Tabletten befüllt. Mit der jeweiligen digitalen Patientenverordnung gefüttert, gibt der Automat passgenau aus, was der einzelne Patient pro Tag braucht.

Jeder Patient bekommt ein einzelnes Tütchen mit seinen Medikamenten und allen relevanten Informationen dazu. Bevor das dann zum Patienten geht, wird das Ganze von einem optischen Kontrollgerät nochmal überprüft und gleichzeitig dokumentiert.

Ziel: Mehr Sicherheit

Durch das System soll die Fehleranfälligkeit bei der Medikamantenvergabe minimiert und das Personal entlastet werden - und damit ein großes Plus für die Patientensicherheit sein.

Das neue Konzept zur Medikamentenversorgung geht in ein paar Wochen in die Pilotphase und soll dann schrittweise das aktuelle System ablösen.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 16.09.2022 berichtet.

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