Symbolbild: Uni Saar Eingang (Foto: SR / Felix Schneider)

Saar-Uni wird „europäische Hochschule“

  09.07.2020 | 15:29 Uhr

Als Teil einer Allianz von Hochschulen aus mehreren Ländern wird die Universität des Saarlandes künftig auch den Titel „Europäische Hochschule“ führen. Sie habe mit Partnern aus sechs europäischen Ländern am Donnerstag grünes Licht für das Projekt Transform4Europe (T4E) bekommen, teilte die Universität am Donnerstag in Saarbrücken mit.

Das Projekt T4E sieht vor, im Hochschulverbund das Thema Transformation schwerpunktmäßig bei Digitalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Insgesamt rund 116.000 Studenten würden im Verbund der sieben Partner-Universitäten nun von einer „europäischen Ausbildung“ profitieren und gemeinsame Studienangebote und Plattformen nutzen können, teilte die Universität des Saarlandes mit. Das Bündnis soll es ihnen ermöglichen, fächerübergreifend zusammenzuarbeiten und dafür digitale, interkulturelle und unternehmerische Kenntnisse zu erwerben.

Schwerpunkt Transformation

Dabei soll es auch virtuelle und gemischte Lernformen geben. Schwerpunkt des Projekts soll die Transformation in den Bereichen Digitalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit sowie beim gesellschaftliche Wandel und der Inklusion sein. Auch eine Online-Plattform für Menschen, die an Weiterbildung interessiert sind, und Kooperationen mit Unternehmen und Praktikern aus den Regionen sind geplant. Die Anerkennung von Studienabschlüssen und einzelnen Studieninhalten soll vereinfacht werden.

Zur Allianz gehören zudem die Universität Alicante (Spanien), die Estnische Kunstakademie in Tallinn, die Schlesische Universität in Kattowitz (Polen), die Universität St. Kliment Ohridski in Sofia (Bulgarien), die Universität Triest (Italien) und die Vytautas Magnus Universität in Kaunas (Litauen).

Förderung aus dem Erasmus-Programm

Die Europäische Kommission hatte am Donnerstag 24 Hochschulkonsortien als „Europäische Hochschulen“ ausgezeichnet. In den kommenden drei Jahren sollen diese jeweils mit bis zu fünf Millionen Euro aus dem Programm „Erasmus+“ gefördert werden. Aus dem Programm „Horizont 2020“ sollen zusätzlich bis zu zwei Millionen Euro fließen. In 2019 waren 17 solcher Allianzen bedacht worden.

Die Saar-Uni war bei der ersten Auswahlrunde im vergangenen Jahr noch gescheitert. Damals hatte sie sich mit der „EURCrossBorderAlliance“ beworben, zu der auch die Universitäten Trier, Luxemburg und de Lorraine gehörten.


Saar-Uni nun Teil von "Transform4Europe"
"Die Saar-Uni hat ein solides europäisches Profil"
Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann, Vizepräsidentin für Europa und Internationales an der Universität des Saarlandes, hat die Aufnahme der Saar-Uni in den Verbund "Transform4Europe" (T4E) begrüßt. Es handele sich um einen wichtigen Baustein, um die Herausforderungen eines "Europas am Wendepunkt" anzugehen. Ein Interview.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.07.2020 berichtet.

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