Ein Warndreieck mit der Aufschrift «Unfall» steht auf einer Straße. (Foto: picture alliance/dpa | Patrick Seeger)

Mehr Unfälle und mehr Verkehrstote als im Vorjahr

mit Informationen von Thomas Gerber   14.03.2022 | 14:22 Uhr

2021 hat es im Saarland wieder etwas mehr Verkehrsunfälle gegeben als noch im ersten Corona-Jahr. Trotzdem liegt die Zahl weiter unter dem Vor-Corona-Niveau. Allerdings gab es mehr tödliche Unfälle, vor allem mit Motorrädern.

Nach dem historischen Tiefstand 2020 ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Saarland im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die das saarländische Innenministerium am Montag vorgestellt hat.

2021 gab es demnach 317 Unfälle und damit rund vier Prozent mehr als im Vorjahr. 2020 wurden von der Polizei 29.059 Verkehrsunfälle auf saarländischen Straßen gezählt.

Die zurückgehende Mobilität auf den Straßen machte sich jedoch auch im zweiten Corona-Jahr bemerkbar. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 mit mehr als 35.000 Unfällen ist die Zahl weiter deutlich niedriger.

Mehr Verkehrstote als 2020 und 2019

Insgesamt verunglückten 2021 im Saarland 4190 Menschen im Straßenverkehr, davon wurden 694 schwer verletzt. 29 Menschen starben, diese Zahl deckt sich mit den vorläufigen Daten, die das Statistische Bundesamt Ende Februar veröffentlicht hatte.

Die Zahl der Unfalltoten ist damit 2021 gestiegen. Auf saarländischen Straßen verloren im vergangenen Jahr sieben Menschen mehr ihr Leben als im ersten Corona-Jahr und vier mehr als 2019. Es ist aber noch immer die drittniedrigste Zahl seit Beginn der statistischen Aufzeichnung vor mehr als 60 Jahren.

Polizei will stärker auf Prävention setzen

Auffallend ist der starke Anstieg bei den Motorradfahrern. Elf kamen 2021 ums Leben, im Jahr zuvor waren es mit drei deutlich weniger.

Hier will die Polizei ihre Präventionsarbeit verstärken, die meisten Unfallopfer waren sogenannte Wiedereinsteiger, die sich manchmal nach Jahrzehnten erstmals wieder auf eine Maschine setzen. Zwar gibt es durchaus Unfallschwerpunkte, aber Streckensperrungen sind derzeit im Saarland kein Thema.

Mehr Unfälle mit E-Scootern

Erfreulich ist die Entwicklung bei den tödlichen Radunfällen. Im vergangenen Jahr kam ein E-Bike Fahrer ums Leben, 2020 starben noch sieben Menschen bei Radunfällen.

Eine zunehmende Rolle in der Unfallstatistik spielen inzwischen sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge. 50 Personen wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen mit E-Scootern verletzt – zehn von ihnen schwer. Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr zuvor.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.03.2022 berichtet.

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