Eine junge Frau packt ihr Weihnachtsgeschenk aus. (Foto: dpa/Christin Klose)

Was beim Geschenke-Umtausch wichtig ist

  26.12.2019 | 16:30 Uhr

Schenken und beschenkt werden macht Freude – meistens jedenfalls. Trifft aber das Geschenk partout nicht den Geschmack, geht es nach den Feiertagen ans Umtauschen und Zurückgeben. Ein Recht darauf haben Käufer aber nicht automatisch.

Kunden die ein Weihnachtsgeschenk umtauschen wollen, weil es zum Beispiel nicht gefallen hat, sind auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufmerksam. Wer sich nicht schon beim Kauf die schriftliche Zusage geholt hat, dass das Geschenk umgetauscht werden kann, hat anschließend schlechte Karten, sollte der Händler die Ware nicht zurücknehmen wollen.

Video [aktueller bericht, 27.12.2019, Länge: 2:51 Min.]
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Wenn das Geschenk defekt ist

Anders sieht es aus, wenn mit dem Geschenk etwas nicht in Ordnung ist. Wenn die Videospielkonsole streikt oder bei der neuen Jacke der Reißverschluss klemmt, hat der Käufer gegenüber dem Händler klare Rechte. Denn bei Neukäufen besteht zwei Jahre lang die Möglichkeit, Ansprüche beim Verkäufer geltend zu machen.

Bevor der Kunde allerdings den Kaufpreis ganz oder zumindest teilweise zurückerhält, muss er dem Händler die Möglichkeit geben, die Ware zu reparieren oder für Ersatz zu sorgen.

Händler in der Pflicht

Kommt es wegen des Mangels zum Rechtsstreit, muss der Händler innerhalb von sechs Monaten ab Kaufdatum beweisen, dass die Ware einwandfrei war, als sie verkauft wurde. Das gilt auch bei latenten, also nicht sofort sichtbaren Mängeln. Und auch bei schlecht verständlichen oder fehlerhaften Montage- und Bedienungsanleitungen haftet der Verkäufer.

Wurde das Geschenk online gekauft, ist die Rückgabe einfacher. Fast jeder im Netz geschlossene Vertrag kann binnen 14 Tagen widerrufen werden, auch dann, wenn einem der Artikel nicht gefällt. Die Ware muss dann entsprechend zurückgeschickt werden. Wichtig dabei: Die Widerrufsfrist darf an den Weihnachtsfeiertagen noch nicht abgelaufen sein.

Bei Gutscheinen auf Frist achten

Wer einen Gutschein geschenkt bekommen hat, sollte unbedingt darauf achten, bis wann dieser eingelöst werden muss. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gilt nach Angaben der Verbraucherzentrale in der Regel eine Frist von drei Jahren.

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