Gebäude der HNO-Klinik, Uni Homburg (Foto: SR)

Klinik wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe

Thomas Gerber   26.11.2019 | 09:57 Uhr

Die Leitung der Homburger Uniklinik hält die Missbrauchsvorwürfe an der HNO-Klinik offenbar bereits für weitgehend widerlegt. Das geht aus einer Mitteilung des ärztlichen Direktors an den SR hervor. Die Klinik untersuche nun, ob die bei Kindern festgestellten Verletzungen unbeabsichtigt erfolgt sein könnten.

Der ärztliche Direktor der UKS, Wolfgang Reith, teilte dem SR mit, dass derzeit wegen drei unklarer Sachverhalte bei Kindern ermittelt werde, die 2012 und 2014 in der HNO behandelt worden seien. In zwei der drei Fälle seien Verletzungen im Genitalbereich festgestellt worden. Diese seien damals bereits von "Dritten" untersucht worden, wobei sich kein Hinweis auf sexuellen Missbrauch ergeben habe.

Die Klinik untersuche nun, ob die Verletzungen unbeabsichtigt erfolgt sein könnten - etwa durch die Gabe von Zäpfchen mit Staniolanhaftungen oder beim Einführen der Temperatursonde.

Bereits 2014 habe es Gespräche mit den Mitarbeitern zur Qualitätssicherung gegeben. Die Abläufe im OP seien teilweise geändert worden. Seit 2014 habe sich im HNO-OP-Bereich kein vergleichbarer Vorfall mehr ereignet. Direktor Reith verspricht nun mehr Transparenz und Kooperation mit den Ermittlungsbehörden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.11.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja