Symbolbild: Uni Saar Eingang (Foto: SR / Felix Schneider)

Ukrainische Schüler können zur Probe an Saar-Uni studieren

mit Informationen von Patrick Wiermer   06.07.2022 | 08:00 Uhr

Ukrainische Geflüchtete, die in diesem Jahr eigentlich die elfte Klasse hätten abschließen sollen, können ab dem Wintersemester testweise an der Saar-Uni studieren. Das Sonderprogramm will sie für Fächer wie BWL, Geisteswissenschaften und für den Bachelor Plus MINT begeistern.

Ukrainische Schülerinnen und Schüler können ab dem kommenden Wintersemester an der Saar-Uni zur Probe studieren. Die Saar-Uni setzt damit einen Beschluss der Kultusministerkonferenz vom April um.

Das Programm richtet sich an Geflüchtete, die im Saarland registriert sind und bei denen in diesem Jahr der Schulabschluss nach der Klassenstufe 11 ansteht. In der Ukraine qualifiziert dieser Abschluss für eine Zulassung an einer Hochschule.

An der Saar-Uni nehmen die jungen Studentinnen und Studenten zunächst an vorbereitenden Intensivsprachkursen teil, um Deutsch zu lernen. Danach beginnt das einjährige sogenannte Vorbereitungsstudium, bei dem sie auch schon Prüfungen ablegen.

Drei Fachbereiche zur Auswahl

Die Bewerberinnen und Bewerber können dabei aus drei Bachelor-Bereichen wählen: Betriebswirtschaftslehre, die Studiengänge der Philosophischen Fakultät und dem Bachelor PLUS Mint. Nach erfolgreichem Vorbereitungsstudium können sie sich regulär in die Fächer aus diesen Bereichen einschreiben.

Bewerbungsschluss ist der 31. August. Am Montag, 11. Juli, gibt es um 15.00 Uhr einen Informationsveranstaltung für alle Interessierten. Nähere Informationen gibt es auch auf der Webseite der Universität des Saarlandes.

Angebot ab Mitte September
Uni bietet Ukrainisch-Sprachkurse für Schüler
Ab Mitte September bietet die Saar-Uni für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 wieder kostenlose Sprachkurse an. Neu in diesem Jahr ist das Angebot für Ukrainisch, das zu den Sprachen Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch und Türkisch hinzukommt.

Über dieses Thema hat auch die SR-Rundschau am 06.07.2022 berichtet.

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