Auf dem Rollfeld der Ramstein Air Base stehen Flugzeuge der U.S. Air Force.  (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Weitere Unterstützung für Ukraine in Ramstein zugesagt

  08.09.2022 | 13:54 Uhr

Auf der US-Luftwaffenbasis in Ramstein sind am Donnerstagvormittag wieder die Verteidigungsminister zahlreicher NATO-Staaten und weiterer Länder zusammengekommen. Dabei ging es unter anderem um weitere finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine.

Verteidigungsminister und ranghohe Militärs aus mehr als 50 Ländern haben am Donnerstag auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz über die weitere Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland gesprochen.

USA sagen Hilfe im Wert von 675 Mio. Euro zu

Die USA sagten unter anderem weitere Militärhilfe im Wert von rund 675 Millionen Euro zu. Deutschland will zusammen mit den Niederländen bei der Räumung von Minen helfen, erklärte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Rande der Konferenz. Dazu gehöre nicht nur technische Ausrüstung, sondern auch die Ausbildung von Soldaten.

Zu der Konferenz hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die Mitglieder der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe eingeladen. Zu ihr gehören neben den USA etwa auch Deutschland und Großbritannien.

Ramstein ist die größte US-Air-Base außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie ist nur rund 20 Kilometer von der saarländischen Landesgrenze entfernt.

Ukraine fordert Panzer aus Deutschland

Kurz vor der Konferenz hatte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin nach eigenen Angaben konkrete Vorschläge zur Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an Kiew gemacht. Deutschland hat der Ukraine bereits die Panzerhaubitze 2000 sowie den Mehrfachraketenwerfer MARS-II und andere Waffen geliefert.

Nato will Winterausrüstung liefern

Die Nato hatte unlängst angekündigt, ukrainische Truppen mit Winterausrüstung auszustatten. Unter anderem sollen warme Kleidung, Winterstiefel und Zelte geliefert werden. Die Pläne wurden auf Bitten des ukrainischen Verteidigungsministers Olexij Resnikow erarbeitet.

Russland führt seit dem 24. Februar einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Als Reaktion verhängten europäische Staaten sowie die USA beispiellose Sanktionen gegen Moskau.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.09.2022 berichtet.

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