Eine Uhr (Foto: dpa)

Es wird wieder an der Uhr gedreht - die Winterzeit kommt

  30.10.2021 | 08:51 Uhr

In der Nacht zum Sonntag wird wieder einmal an der Uhr gedreht: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt - obwohl die Zeitumstellung in der EU eigentlich längst abgeschafft werden sollte. Doch seit Jahren streiten sich die EU-Mitgliedsstaaten über die Umsetzung.

Um drei Uhr morgens in der Nacht auf Sonntag werden die Uhren von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt. Dann ist es morgens wieder früher hell und dafür nachmittags eher dunkel. Viele Menschen haben von dem Hin und Her aber genug und befürworten ein Ende der Zeitumstellung.

Dass der Sonntag dadurch eine Stunde länger ist, dürfte die meisten Menschen zwar kaum stören. Allerdings ist die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr und auf Normalzeit im Herbst insgesamt bei vielen Menschen unbeliebt, wie regelmäßige Umfragen zeigen.

EU streitet seit Jahren über Abschaffung

Dabei sollte die Zeitumstellung in der EU eigentich schon längst abgeschafft werden. Im Jahr 2018 sprachen sich bei einer EU-weiten Onlinebefragung 84 Prozent der Teilnehmer gegen die regelmäßige Zeitumstellung aus. In Deutschland war die Beteiligung besonders hoch.

Allerdings lässt die Abschaffung auch drei Jahre später noch auf sich warten. Die 27 Mitgliedsländer streiten, wie der Wegfall der Zeitumstellung genau umgesetzt werden soll. Einige Länder befürworten eine dauerhafte Sommerzeit, andere hätten gerne dauerhaft die Winterzeit.

Und manche EU-Staaten, wie etwa Portugal, sind komplett gegen das Ende der Zeitumstellung. Ob die Zeitumstellung also überhaupt abgeschafft wird, ist noch nicht absehbar.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja