In einem St. Ingberter Labor werden Corona-Proben analysiert (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Mehr als 1000 Coronafälle an einem Tag im Saarland

  19.01.2022 | 06:30 Uhr

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Saarland innerhalb eines Tages mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet worden. Besonders betroffen sind der Regionalverband und der Kreis Saarlouis. Dort sind vor allem die Fallzahlen bei Jüngeren deutlich gestiegen.

Das Robert-Koch-Institut hat am Mittwoch 1119 neue Corona-Fälle im Saarland gemeldet, mehr als zwei Drittel davon aus dem Regionalverband und dem Kreis Saarlouis. In Saarlouis schnellte die Inzidenz von 477,5 am Dienstag auf 552,8. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet allerdings weiterhin der Regionalverband mit 692,2.

(Eine Übersicht über alle Fälle - auch mit Daten aus den anderen Kreisen gibt es hier.)

Knapp 40 Prozent der Fälle im Regionalverband bei Jüngeren

Viele der Fälle sind bei jüngeren Menschen aufgetreten. Im Regionalverband betrafen laut eines Sprechers knapp 40 Prozent der Neuinfektionen Personen unter 20 Jahren, weitere rund 30 Prozent Menschen zwischen 20 und 40 Jahren.

Der bereits in der Woche zuvor beobachtete Trend, dass zunehmend auch Bildungseinrichtungen betroffen sind, setzt sich weiter fort - nicht nur im Regionalverband, sondern auch im Kreis Saarlouis. Das dortige Gesundheitsamt meldete am Dienstag in über 40 Einrichtungen neue Coronafälle. Meist waren es nur ein oder zwei Fälle. In einigen wenigen Einrichtungen, insbesondere Kitas, gab es aber auch Häufungen von neun oder zehn Fällen.

Anstieg war erwartet worden

Dass die Corona-Zahlen weiter steigen, kommt nicht überraschend und war insbesondere aus den Erfahrungen in anderen Ländern mit der Omikron-Variante erwartet worden. Auch der große Sprung von 403 Fällen am Vortag auf jetzt mehr als 1000 ist nicht außergewöhnlich und hängt mit dem Meldeverzug zusammen.

Großer Sprung wegen Meldeverzug

Die Daten des RKI setzen sich aus den Fallmeldungen der Ämter des Vortages zusammen, sind also die Fälle, die im Laufe des Dienstags bei den Gesundheitsämtern eingegangen sind. Und diese Fallmeldungen wiederum basieren größtenteils auf Abstrichen, die am Montag abgenommen wurden.

Die RKI-Zahlen mittwochs geben also die positiven Abstriche von Montag wieder, während die RKI-Daten von montags und dienstags größtenteils auf Personen basieren, die sich samstags bzw. sonntags haben testen lassen. Und das sind üblicherweise weniger als einem Wochentag.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 19.01.2022.

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