Hat der Hund den Mörder gebissen?

red/T.Gerber   23.07.2013 | 08:00 Uhr

Im Fall des in der Bismarckstraße getöteten 56-Jährigen gibt es neue Erkenntnisse. Nach Angaben der Polizei deuten Spuren daraufhin, dass der Hund des Opfers den oder die Täter angegriffen und gebissen hat. Der Unternehmensberater war am Montag vergangener Woche tot in seiner Saarbrücker Wohnung aufgefunden worden.

Panorama
Toter in der Bismarckstraße wurde erschlagen
Der 56-Jährige Mann, der am Montag tot in der Saarbrücker Bismarckstraße gefunden wurde, ist offenbar erschlagen worden. Das geht nach Polizeiangaben aus dem Obduktionsbericht hervor.

Am Nachmittag des 15. Juli hatten Nachbarn des 56-Jährigen die Polizei alarmiert, weil der Hund des Unternehmensberaters seit Stunden gebellt hatte. Dieser Hund, bei dem es sich nach Polizeiangaben um einen ungarischen Jagdhund handelt, könnte nun sogar Hinweise auf den oder die Täter liefern.

Spuren in der Wohnung des Opfers deuten darauf hin, dass der Hund den Angriff auf den 56-Jährigen abwehren wollte und hierbei den oder die Täter biss. Deshalb sucht die Polizei nun Zeugen, denen in den letzten Tagen Personen mit Hundebissen an Händen, Armen oder Beinen aufgefallen sind. Hinweise hierzu sammelt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer: 0681/962-2933.

Täter drangen mit Leiter über die Balkontür ein

Bereits am Montag waren die Ergebnisse der Spurenauswertung bekannt gegeben worden. Danach sollen der oder die Täter wahrscheinlich durch die offene Balkontür in die Dachgeschosswohnung des Opfers gelangt sein. Dazu hatten sie nach Polizeiangaben offenbar eine Leiter benutzt. Der 56-Jährige Vermögensberater war erschlagen worden. Das Motiv ist bislang unklar. Es wird vermutet, dass die Tat im Zusammenhang mit einem versuchten Einbruch steht. In dem Anwesen in der Bismarckstraße befindet sich auch ein Schmuckatelier. Dort hatten Unbekannte in der Nacht von Sonntag auf Montag versucht, mit Hilfe einer Leiter in das Haus einzudringen.