Feuerwerk (Foto: Tobias Hase - dpa/bildfunk)

Ein Feuerwerk muss gut vorbereitet sein

  27.12.2019 | 08:47 Uhr

Allen Umwelt- und Gesundheitsbedenken zum Trotz: Raketen und Böller erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Beim Kauf und beim Zünden gibt es jedoch einiges zu beachten.

Raketen und Sprengkörper in Bürgerhand? Das lässt der Staat nur im Ausnahmefall zu. Sogenanntes Kleinfeuerwerk der Kategorie F2 darf in Deutschland lediglich während einer kurzen Zeitspanne verkauft werden. In diesem Jahr dauert sie vom 28. bis zum 31. Dezember. Abgebrannt werden darf es nur an Silvester und Neujahr.

Aber auch in dieser Phase ist natürlich nicht alles erlaubt. Verbraucher müssen beim Kauf darauf achten, dass die Feuerwerkskörper mit dem CE-Zeichen und einer Registriernummer gekennzeichnet sind. Wichtig ist laut saarländischem Umwelt- und Verbraucherministerium auch, dass die Verpackung eine Gebrauchsanweisung in Deutsch enthält. Fehlt sie, ist der Verkauf in Deutschland verboten. Deshalb rät das Ministerium, Feuerwerk im ortsnahen Einzelhandel zu kaufen.

Gefahr durch Blindgänger

Wer böllern will, dem rät das Ministerium zu einem klaren Kopf. Möglichst schon am Nachmittag sollte er die Gebrauchsanweisungen auf den Verpackungen lesen. Wichtig, um Unfälle zu vermeiden: „Blindgänger“ dürfen niemals ein zweites Mal angezündet werden. Das Ministerium empfiehlt, mindestens 15 Minuten lang ausreichend Sicherheitsabstand zu nicht explodierten Knallkörpern zu halten und sie auf keinen Fall anzufassen, um nachzuschauen, weshalb sie nicht gezündet haben. Nach ausreichend Wartezeit könne der Blindgänger in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und damit endgültig entschärft werden. Danach sei die Entsorgung über den Hausmüll möglich.

Feuerwerk über Silvester hinaus zu lagern hält das Ministerium für keine gute Idee. Ohne Genehmigung dürften lediglich kleine Mengen in der Originalverpackung an einem sicheren Ort zu Hause gelagert werden. Fazit: besser neu kaufen.

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