Eine Nacktschnecke (Tigerschnegel) kriecht über ein Blatt. (Foto: dpa/picture alliance/David Ebener)

Mit Tigerschnegeln gegen Salaträuber

  15.07.2018 | 08:33 Uhr

Raubkatzenmuster, 20 Zentimeter groß und damit eine der größten Nacktschnecken – die Rede ist vom Tigerschnegel. Im Gegensatz zu den üblichen Nacktschnecken, die Gärtner regelmäßig zur Verzweiflung bringen, erweist sich der Tigerschnegel aber eher als nützlich.

Wegen seines Raubkatzen-Prints fällt er sofort auf: Der Tigerschnegel schleicht vor allem nachts durch Grünanlagen, Gärten und Felder. Aber auch in feuchten Kellern und Scheunen fühlt er sich wohl. Wer das Tier in seinem Garten findet, sollte es auf keinen Fall bekämpfen, so der Rat des NABU. Denn der Tigerschnegel gehört als Artgenosse der Nacktschnecken überraschenderweise zu deren natürlichen Feinden.

Mit der Taschenlampe unterwegs

Weil er andere Nacktschnecken frisst, eignet er sich damit als Helfer im Kampf gegen die Salaträuber. Wer Tigerschnegel beobachten möchte, dem rät der Nabu, nachts mit einer Taschenlampe an alten Mauern auf die Suche zu gehen. Auch unter Brennholzstapeln und ähnlichen Verstecken sei die gezielte Suche oft erfolgreich.

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