Fütterung einer Ziege im Wildpark (Foto: pixabay)

Tote Ziege im Tierpark Merzig

  05.09.2019 | 09:00 Uhr

Tote Tiere durch falsches Futter: Bereits vor zwei Jahren starben im Tierpark Merzig zwei seltene Schafe an verschimmeltem Brot, verfüttert von Parkbesuchern. Vor kurzem ist nun eine Ziege Opfer falsch verstandener Tierliebe geworden.

Zu Beginn der Sommerferien sei eine Ziege des Tierparks Merzig an falscher Fütterung durch Besucher gestorben, teilte Tierpflegerin Daniela Becker-Kirsch dem SR mit. Zuvor noch hatte das Parkpersonal verschimmeltes Brot aus dem Gehege geholt. Bereits 2017 starben in Merzig zwei seltene Karakul-Schafe an verschimmeltem Brot. Besucher hatten es ihnen verfüttert.

Die Situation hat sich seitdem nur leicht verbessert: „Es ist weniger geworden, aber es kommt noch vor", sagt Becker-Kirsch. Der Tierpark hat viel für die Aufklärung der Besucher getan: Piktogramme weisen auf das Fütterungsverbot hin, mehr Öffentlichkeitsarbeit soll die Besucher sensibilisieren. Aber vor allem im Sommer halten sich einige Besucher nicht an das Fütterungsverbot.

Probleme auch bei Alpakas

Ein ähnliches Bild zeichnet auch die Saar Alpaka Farm in Saarbrücken. Hier war Anfang 2018 ein Alpaka schwer erkrankt, nachdem es von Besuchern Brot verfüttert bekam. Noch immer würden die Tiere von Besuchern gefüttert: mit Brot, aber auch mit ausgerissenen Pflanzen, die mitunter, wie etwa das Jakobskreuzkraut, giftig für die Tiere sein können. Auch Unrat findet sich immer wieder auf den Koppeln.

Die Farm versucht, die Besucher umfassend über die Gefahren der falschen Fütterung aufzuklären, aber nicht alle Besucher zeigen Einsicht: „Das Problem ist noch da, aber nicht mehr so akut", sagt Christiane Groß, Betreiberin der Alpaka Farm.

Farm und Tierpark wollen die Besucher auch in Zukunft weiter für die Gefahren der Tierfütterung sensibilisieren.

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