Borkenkäferbefall in Fichtenrinde (Foto: imago /HRSchulz)

Gefährdete Baumarten im Saarland

Michael Schmitt / Onlinefassung: Sandra Schick   24.10.2019 | 06:30 Uhr

Im saarländischen Wald sind mehrere Baumarten bedroht. So sind kaum noch Ulmen zu finden. Ursache ist eine Pilzkrankheit. Auch die Esche wird wohl bald eine Seltenheit sein. Den Fichten macht der Borkenkäfer zu schaffen.

Eine Pilzkrankheit ist im Saarland inzwischen so weit verbreitet, dass das Umweltministerium davon ausgeht, alle Eschen im saarländischen Wald in den kommenden Jahrzehnten zu verlieren. Gefährdet ist aber auch die Fichte. Ihr setzt der Borkenkäfer zu, vor allem in langen heißen Sommern.

Preisverfall bei Fichtenholz

Und das hat wirtschaftlich starke Auswirkungen. Zwar liegt der Fichtenanteil im Saar-Wald nur bei 11,5 Prozent. Das Fichtenholz macht aber fast 50 Prozent der Holzerlöse aus. Daher müssen sich die Forstbetriebe auf Einbußen einstellen. So mussten früher 90 Euro pro Kubikmeter Fichtenstammholz gezahlt werden. In den vergangenen beiden Jahren ist der Preis auf unter 50 Euro pro Kubikmeter gefallen.

Im Jahr 2018 wurden 58.883 Kubikmeter Fichtenholz im Staatswald geschlagen. Das sind 6500 Kubikmeter mehr als 2017 (+12,5 Prozent). In diesem Jahr waren es bis Mitte Oktober bereits 53.888 Kubikmeter.

Douglasie kann Lücke nicht schließen

Auch kann die in 1980ern als Ersatz eingeführte Douglasie die Lücke nicht schließen. Auch sie wird von einer Pilzerkrankung geplagt. Die klimastabilste heimische Baumart ist die Eiche. Doch auch ihre natürliche Widerstandsfähigkeit nimmt bei extremer Witterung ab.

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