Der Eingang des Amtsgerichts Saarbrücken (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Teil-Umzug beim Saarbrücker Amtsgericht

Caroline Uhl   05.09.2019 | 12:44 Uhr

Wegen Sanierungsarbeiten werden in der zweiten Oktoberhälfte Teile des Saarbrücker Amtsgerichts vorübergehend umziehen. Davon seien die gesamte Zivilabteilung sowie die Verwaltung des Gerichts betroffen, teilte das Justizministerium dem SR mit. Wie lange die betroffenen Beschäftigten in den Ausweichquartieren bleiben müssen, ist unklar.

Voraussichtlich ab dem 18. Oktober werden die Umzüge vonstattengehen. Für die Saarländer heißt es ab dann: Wer etwa für eine juristische Frage eine Beratungshilfe braucht, muss nicht wie bisher ins Haupthaus des Amtsgerichts, in die Franz-Josef-Röder-Straße, sondern zum Heidenkopferdell. Dort wurden an der Anschrift Berta-von-Suttner-Straße 5 zusätzliche Räume angemietet – ganz in der Nähe von dem Gebäude, in dem schon jetzt dauerhaft ein Teil des Amtsgerichts untergebracht ist.

Die Gerichtsverwaltung zieht indes in die ehemaligen Räumlichkeiten von Arbeits- und Landesarbeitsgericht in der Oberen Lauerfahrt, unweit des Saarbrücker Stadens. Die Beschäftigten für Strafsachen, die Ermittlungsrichter und das Bereitschaftsgericht werden auch während der Gebäude-Sanierung im Haupthaus in der Franz-Josef-Röder-Straße bleiben.

Zeit und Kosten noch unklar

Von den insgesamt rund 330 Beschäftigten sind damit rund 40 von dem Umzug betroffen. Wie lange sie in den Ausweich-Quartieren bleiben müssen, ist noch völlig unklar. Denn noch ist offen, was eigentlich alles am Haupthaus zu sanieren ist. Klar ist bisher nur: Die EDV und die Elektrik müssen erneuert werden. Ob es noch an weiteren Stellen Sanierungsbedarf gibt, soll eine großflächige Untersuchung des Gebäudes ergeben. Entsprechend ist auch noch nicht absehbar, welche Kosten für die Sanierung anfallen. Zuletzt hatte es in den Jahren 2010 bis 2013 größere Arbeiten an dem Bau gegeben, damals aber ging es laut Justizministerium lediglich um eine Sanierung der Außenfassade.

Der saarländische Anwaltverein zeigt sich skeptisch von den bevorstehenden Teil-Umzügen – kennt bisher keine Details, wie der Gerichtsbetrieb an den Ausweichquartieren ablaufen soll.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 05.09.2019 berichtet.

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