Mehrere Fahrradfahrer auf einer Straße (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

ADFC Saar fährt bei bundesweitem Fahrradprotest mit

  20.08.2021 | 14:49 Uhr

Am Freitag ist der Fahrradprotest "Ohne Kerosin nach Berlin" gestartet. Der ADFC Saar radelt bei der bundesweiten Aktion mit. Aus verschiedenen Regionen in Deutschland fahren die Teilnehmer dabei mit dem Fahrrad bis nach Berlin.

Auf insgesamt sechs verschiedenen Touren radeln in den kommenden Wochen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland nach Berlin. Ziel der Protestaktion, die Students for Future initiiert hat, ist es, vor der Bundestagswahl nochmal auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

Los ging es am Freitag bei der Südwesttour mit einer Kundgebung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die Aktion endet am 10. September in Berlin. Bei der Südwesttour sind auch Teilnehmer aus dem Saarland dabei.

Politischer Druck vor der Wahl

"Die Aktion soll politischen Druck machen im Vorfeld der Bundestagswahl", sagt Thomas Fläschner, Landessprecher des ADFC, der selbst auch an dem bundesweiten Fahrradprotest teilnimmt. Er erhofft sich, dass auf diesem Weg noch einmal Aufmerksamkeit auf die Themen Klimakrise und Klimaschutz gelenkt wird.

Darauf hoffen auch die Organisatoren des Protests von Students for Future. Sie wollen mit der Aktion die kommende Bundesregierung dazu auffordern, eine klimagerechtere Politik zu machen, sagt Rahel Meier von Students for Future in Deutschland. Unterwegs sammeln die Protestierenden auch Klimawünsche aus der Bevölkerung, um sie mit zum Bundestag zu nehmen. Unter anderem wollen sie auch mit Menschen sprechen, die bereits von den Klimafolgen getroffen wurden.

Bis zu 700 Tour-Teilnehmer erwartet

Die Aktion findet nicht zum ersten Mal statt. Im vergangenen Jahr hatte es bereits eine einzelne Tour von Köln nach Berlin gegeben. "Zur Bundestagswahl war für uns klar, dass das Ganze noch größer werden muss", erklärt Meier den Entschluss von Students for Future für den bundesweiten Protest.

Da sich aufgrund der Coronapandemie nur eine begrenzte Anzahl an Menschen für die einzelnen Touren anmelden konnte, rechnen die Organisatoren mit mindestens 500 bis 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - 60 von ihnen allein auf der Südwest-Route. Auf den einzelnen Etappen könnten sich zudem weitere Menschen dem Protest anschließen. Zum Abschluss in Berlin erwarten Students for Future mehrere Tausend Teilnehmer.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 20.08.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja