Saarländer bekommt Tech-Oscar

ems   14.02.2019 | 12:56 Uhr

Große Ehre für den Züricher Informatikprofessor Markus Gross: Der aus Neunkirchen stammende Wissenschaftler erhält am kommenden Wochenende den "Tech-Oscar" in Los Angeles. Mit der von ihm entwickelten Software werden Actionszenen in Hollywood-Blockbustern noch realistischer dargestellt.

Gross erhält den "Technical Achievement Award" von der Academy of Motion and Picture Arts and Sciences zusammen mit einem Postdoktoranten und zwei Wissenschaftlern aus den USA. Ihre "Wavelet Turbulence“-Software ermöglicht eine realistische Darstellung von Rauch und Explosionen in Filmen. Die Software erlaubt es, die für visuelle Effekte so wichtigen Turbulenzen in Rauch und Explosionen sehr viel schneller zu berechnen als mit konventionellen Anwendungen. Früher brauchten Special-Effects-Künstler viele Stunden oder gar Tage, um Effekte wie Feuerbälle oder Vulkaneruptionen zu erzeugen.

Praktische Anwendung in Blockbustern

Sie wurde bisher in über 20 Hollywood-Großproduktionen eingesetzt, unter anderem in "Avatar", "Kung Fu Panda", "Monsters vs. Aliens", "Sherlock Holmes" oder "Battleship". Auch die kommenden Action-Filme "Iron Man 3" oder "Man of Steel" setzen auf diese Technologie. Die spezielle Software habe sich somit innerhalb weniger Jahre als Industriestandard etabliert, heißt es in der Pressemitteilung der Technischen Hochschule Zürich.

Gross und seine Kollegen werden den Tech-Oscar am 9. Februar bei einer Gala in Beverly Hills in Empfang nehmen. Die Ehrungen für wissenschaftliche und technische Leistungen wurden erstmals 1931 im Rahmen der vierten Oscar-Verleihung vergeben. Die Tech-Oscars würdigen originäre Entwicklungen, welche die Filmproduktion und -wiedergabe bedeutend vorwärts bringen.

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