Gesetzbücher (Foto: SR)

Tatverdächtiger schweigt zu Vorwürfen

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   08.06.2020 | 18:55 Uhr

Nach der offenbar rassistischen Attacke auf einen 25 Jahre alten Afrikaner in Malstatt schweigt der Tatverdächtige zu den Vorwürfen. Auch der Verteidiger des 24-jährigen Deutschen wollte sich zunächst nicht äußern.

Bei den Tatverdächtigen und mehreren Anlaufadressen von ihm wurden inzwischen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei sei kein einschlägiges Beweismittel sichergestellt worden. Derzeit werde untersucht, ob der 24-Jährige Angehöriger der rechten Szene ist. Gesicherte Erkenntnisse darüber lägen noch nicht vor.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht unterdessen nach Zeugen, die den Vorfall am Samstagmorgen gegen 4.15 Uhr an der Bushaltestelle "Malstatter Markt" beobachtet haben. Dort soll der 24-Jährige sein Opfer zunächst rassistisch beschimpft und mit dem Tod bedroht haben.

Schließlich soll er dem Studenten aus Gabun unvermittelt einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben. Den anschließenden Messerattacken konnte das Opfer nach eigenen Angaben ausweichen. Der Angreifer ließ von seinem Opfer ab und konnte wenig später von der Polizei festgenommen werden. Er sitzt inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.06.2020 berichtet.

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