Busfahrer (Foto: dpa)

Tarifverhandlungen im ÖPNV gescheitert

  23.09.2019 | 15:17 Uhr

Auch in der dritten Runde der Tarifverhandlungen im kommunalen Busverkehr konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Verdi kündigte daraufhin Vorbereitungen für einen Streik an. Noch diese Woche könnte er beginnen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert ein Einstiegsgehalt von 2800 Euro für die Busfahrer und eine Lohnerhöhung von 427 Euro monatlich für alle Beschäftigten, bei einer Vertragslaufzeit von zweieinhalb Jahren. Die Arbeitgeber wollen die Erhöhung hingegen über einen längeren Zeitraum strecken, sie schlagen eine Laufzeit von fünf Jahren vor.

Kosten steigen

Im ÖPNV drohen nun Streiks
Audio [SR 3, Karin Mayer, 23.09.2019, Länge: 02:55 Min.]
Im ÖPNV drohen nun Streiks

Barbara Beckmann-Roh vom Kommunalen Arbeitgeberverband sagte im Vorfeld dem SR, der Öffentliche Personennahverkehr werde nicht nur durch steigende Lohnkosten teurer, geplant seien auch noch Leistungsverbesserungen und neue Ticketstrukturen. Wer die Finanzsituation der Kommunen kenne, verstehe, dass das nicht einfach sei. 

Christian Umlauf von Verdi Rheinland-Pfalz-Saarland sagte dem SR, jeder Politiker spreche von einem Ausbau des ÖPNV, doch keiner stelle die Mittel dafür zur Verfügung. Deshalb müssten die Beschäftigten jetzt für ihre Forderungen auf die Straße gehen. Betroffen könnten die Beschäftigten von Saarbahn, Saarbahn Netz, NVG und FSN Neunkirchen sowie KVS Saarlouis und VVB Völklingen sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.09.2019 berichtet.

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