Im luxemburgischen Wasserbillig stehen mehrere Tankstellen dicht an dicht gedrängt (Foto: dpa)

Tanken in Luxemburg ab 2020 teurer

Axel Wagner   16.12.2019 | 14:32 Uhr

Sprit soll im Großherzogtum im Frühjahr 2020 um bis zu fünf Cent teurer werden. Das hat Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna am Montag bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Damit will das Land seine CO2-Emissionen senken.

Nach den Worten Gramegnas sollen die Preise für Benzin um ein bis drei Cent, die für Dieselkraftstoffe um drei bis fünf Cent steigen. Die Erhöhung soll zwischen Februar und April 2020 erfolgen. Gramegna erklärte, die genauen Preise würden Anfang kommenden Jahres festgesetzt und kommuniziert.

Zur Begründung verwies der Finanzminister auf den Klimaschutz. Der Verkehr mache fast zwei Drittel der CO2-Emissionen des Landes aus. Außerdem könnten Luxemburger Haushalte durch den kostenlosen ÖPNV pro Jahr 800 Euro einsparen.

Entgegen ersten Schätzungen rechnet Luxemburg aber nicht mit Mehreinnahmen, wie Gramegna erklärte. Der Absatz durch den Tanktourismus werde sinken. In Deutschland haben sich Bund und Länder am Montag ebenfalls auf einen höheren CO2-Preis geeinigt.

Reaktionen im Saarland
Linke und AfD kritisieren CO2-Einigung
Die Fraktionen von CDU und SPD im saarländischen Landtag haben die heutige Einigung zwischen Bund und Ländern bei der CO2-Bepreisung grundsätzlich begrüßt. Linke und AfD sehen das Konzept eines CO2-Preises aus unterschiedlichen Gründen kritisch.

Über dieses Thema hat auch "aktuell" im SR Fernsehen vom 16.12.2019 berichtet.

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