Eine Frau steht in einem Frauenhaus in Herne vor dem Fenster. (Foto: Maja Hitij/dpa)

Frauenhäuser sind überlastet

  25.11.2019 | 07:09 Uhr

Heute ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. In vielen Städten werden als Mahnzeichen Gebäude orangerot angestrahlt. In Saarbrücken prangt eine Zahl in Leuchtschrift am Sankt Johanner Markt: 26.496 - so viele potentielle Gewaltopfer könnte es allein in Saarbrücken geben.

Statistisch gesehen muss jede dritte Frau mindestens ein Mal im Leben Gewalt erleben. Umgerechnet auf die Landeshauptstadt ergibt das 26.496 Frauen.

Frauenhäuser bieten in solchen Situationen Schutz. Die Geschäftsführerin der DGB-Region Saar, Bettina Altesleben, sagte, auch im Saarland fehlten nach wie vor ausreichend Plätze in Frauenhäusern. Noch immer passiere es, dass Hilfe suchende Frauen an der Tür abgewiesen würden. Im Jahr 2018 konnten demnach 92 Frauen wegen Vollbelegung nicht in den vier Frauenhäusern und Hilfseinrichtungen aufgenommen werden.

Vier Häuser für Frauen in Not

Die drei Frauenhäuser der AWO in Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis sowie das Elisabeth Zilken Haus in Saarbrücken bieten Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, Schutz, Unterkunft und Unterstützung. Auch ihre Kinder werden aufgenommen.

In den kommenden vier Jahren sollen Frauenhäuser und Beratungsstellen für Frauen im Saarland circa 1,6, Millionen Euro vom Bund erhalten. Das Geld werde dringend benötigt, so der DGB.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.11.2019 berichtet.

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