Die JVA in Ottweiler (Foto: SR)

Häftling nach Suizidversuch außer Lebensgefahr

Thomas Gerber   06.01.2020 | 12:05 Uhr

Der 26-jährige Algerier, der am Freitag in der JVA Ottweiler einen Selbstmordversuch unternommen hat, ist außer Lebensgefahr. Nach Polizeiangaben wird er zwar weiter im Krankenhaus behandelt, sei aber auf dem Wege der Besserung. In der Klinik werde er von Justizvollzugsbeamten bewacht.

Der 26-Jährige war am Freitagnachmittag leblos in seiner Zelle aufgefunden worden. Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt gelang es, den Mann wiederzubeleben. Zuvor war der Algerier darüber informiert worden, dass er in sein Heimatland abgeschoben und deshalb am morgigen Dienstag in das Abschiebegefängnis nach Ingelheim verlegt werden sollte.

Keine Hinweise auf Selbstmordabsicht

Justizstaatssekretär Roland Theis (CDU) betonte, dass es keinerlei Hinweise auf eine Selbstmordabsicht und mögliche Dienstpflichtverletzungen gegeben habe. Die Bediensteten der JVA Ottweiler hätten vielmehr vorbildlich gehandelt und das Leben des Mannes gerettet.

Der 26-Jährige verbüßte in Ottweiler eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe, weil er nach einem Diebstahl die gegen ihn verhängte Geldstrafe nicht bezahlen konnte.

Über dieses Thema berichtete auch die SR 3 Rundschau am 06.01.2020.

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