Ein umgestürzter Baum auf einem Auto (Foto: SR/Roman Bonnaire)

Im Saarland meiste Schadensmeldungen nach Unwetter

  26.05.2021 | 12:18 Uhr

Unwetter haben im Saarland im vergangenen Jahr einen Versicherungsschaden von 43 Millionen Euro verursacht. Aus dem Saarland wurden dabei - statistisch gesehen - die mit Abstand meisten Schäden bundesweit gemeldet.

54,9 Meldungen von Sturm- und Hagelschäden pro 1000 Sachversicherungsverträgen gab es im vergangenen Jahr im Saarland. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren das mehr als doppelt so viele wie im Bundesschnitt. Bundesweit gab es durchschnittlich 22 Schadensmeldungen - in Berlin waren es sogar nur 3,4.

Auch wenn aus dem Saarland mehr Schäden gemeldet wurden als im Vorjahr, lag die Schadenssumme mit 43 Millionen Euro etwa vier Millionen Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Und das, obwohl erstmals auch Schäden an Kraftfahrzeugen mit in die Bilanz eingegangen sind.

"Sabine" verursachte ein Drittel aller Schäden

Die meisten Schäden entstanden durch den Sturm "Sabine", der im Februar Deutschland überquerte. Bundesweit verursachte dieser Sturm ein Drittel des Gesamtschadens. Im Saarland sorgte "Sabine" damals für gut 400 Feuerwehreinsätze innerhalb kurzer Zeit. Drei Personen wurden verletzt. Eltern war freigestellt worden, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Insgesamt verlief das Jahr aus Sicht des Versicherungsverbandes aber eher glimpflich. Statt der prognostizierten 3,8 Milliarden Euro lag die Schadenssumme bundesweit bei 1,95 Milliarden Euro. Das lag laut GDV vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und schwere Herbststürme ausgeblieben sind.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 26.05.2021 berichtet.

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