Eine Amsel im Schnee (Foto: Patrick Pleul / dpa)

Mehr Ringeltauben, weniger Amseln

mit Informationen von Steffani Balle   15.01.2019 | 08:00 Uhr

Am ersten Januarwochenende hatte der NABU Deutschland zur jährlichen Wintervogel-Zählung aufgerufen. Auch rund 1000 Saarländer haben sich an dieser "Stunde der Wintervögel" beteiligt. Nun liegen die Ergebnisse der Auswertung vor.

Die Kohlmeise ist der am häufigsten beobachtete Wintervogel im Saarland, gefolgt vom Spatz und der Blaumeise. Diese Beobachtung haben knapp 1000 Saarländer gemeldet. Durchschnittlich kamen pro Garten fünf Kohlmeisen, knapp fünf Spatzen und gut vier Blaumeisen innerhalb einer Stunde zur Futterstelle. Das entspricht in etwa den Beobachtungen aus den Vorjahren.

Die Befürchtung, die Zahl der Wintervögel nehme stetig ab, konnte damit widerlegt werden.

Ein Drittel weniger Amseln

Allerdings zeigt das Ergebnis laut NABU zwei Sorgenkinder: Amseln und Grünfinken kommen deutlich seltener als noch voriges Jahr. Insgesamt ist ihre Anzahl um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Spezifische Krankheiten und der trockene Sommer nennt der NABU als mögliche Gründe.

Zugenommen hat dagegen die Zahl der Rabenkrähen und Ringeltauben. Krähen wurden ein Viertel mal häufiger gezählt, Ringeltauben fast doppelt so häufig wie 2018.

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Eine Stunde Vögel zählen

Jedes Jahr ruft der NABU Deutschland an einem Wochenende im Winter dazu auf, Vögel zu zählen. Eine Stunde lang soll jede Sichtung an einem bestimmten Punkt, meist im heimischen Garten an einer Futterstelle erfasst werden. Dieses Jahr war der Beobachtungszeitraum vom 4. bis 6. Januar.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 15.01.2019 berichtet.

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