Pollival Nasenspray, Ursapharm (Foto: Ursapharm/Pressefoto)

Forschung an Nasenspray zur Covid-19-Therapie

  27.02.2021 | 08:20 Uhr

Kann ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Azelastin bei einer Corona-Infektion die Viruslast in der Nasenschleimhaut senken und damit möglicherweise auch die Übertragungswahrscheinlichkeit verringern? Das versucht der Saarbrücker Arzneimittelhersteller Ursapharm nun gemeinsam mit einem österreichischen Partnerunternehmen in einer Studie herauszufinden.

Zur Bekämpfung der Coronapandemie forschen Pharmaunternehmen und Wissenschaftler weltweit nicht nur an Impfstoffen, sondern auch an Medikamenten, mit denen eine an Covid-19 erkrankte Personen behandelt werden kann. Dabei werden auch bekannte und bereits zugelassene Wirkstoffe im Hinblick darauf auf den Prüfstand gestellt, ob sie möglicherweise auch bei einer Covid-Erkrankung wirksam sind.

Einer dieser Wirkstoffe, die hierfür infrage kommen, ist nach aktuellen Forschungsergebnissen Azelastin. Azelastin wird derzeit vor allem als Antiallergikum eingesetzt, etwa bei Heuschnupfen. Auch der Saarbrücker Arzneimittelhersteller Ursapharm hat mit Pollival ein entsprechendes Nasenspray im Sortiment.

Studie Mitte Februar gestartet

In einer Mitte Februar gestarteten klinischen Studie will Ursapharm nun gemeinsam mit dem Wiener Biotech-Unternehmen CEBINA herausfinden, ob mit dem azelastinhaltigen Nasenspray tatsächlich die Viruslast im Nasenrachenraum gesenkt werden kann. Sollte sich diese Annahme in den Studien bestätigen, so geht Ursapharm davon aus, dass dadurch auch die Übertragungswahrscheinlichkeit des Virus verringert wird und das Medikament so einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten könnte.

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