Mehrfamilienhaus (Foto: dpa)

Neubauten oft zu teuer für Normalverdiener

  24.01.2019 | 10:47 Uhr

Neubauwohnungen sind einer Untersuchung zufolge häufig zu teuer für Normalverdiener. Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie im Auftrag des ARD-Magazins "Panorama" ergab, dass Haushalte in 64 Städten und Kreisen mehr als 27 Prozent ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens für die Miete einer Neubauwohnung ausgeben müssen.

Millionen Haushalte in Deutschland können es sich nicht leisten, eine Neubauwohnung zu mieten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das ARD-Magazin Panorama bei der Immobiliendatenfirma empirica-systeme in Auftrag gegeben hat. In Deutschland wird zwar kräftig gebaut, doch viele Haushalte müssten mehr als 27 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um sich einen Neubau zur Miete leisten zu können. Nicht nur in Großstädten wie Berlin, Dortmund oder Frankfurt ist das ein Problem - auch in mittelgroßen Städten wie Rostock, Jena oder Wilhelmshaven.

Saarland im Vergleich noch entspannt

In den saarländischen Landkreisen ist die Situation laut der Studie im Vergleich zu anderen Städten noch entspannter. In Neunkirchen kostet eine Drei-Zimmer-Wohnung demnach 24,2 Prozent vom Einkommen eines durchschnittlichen Haushalts. In Merzig-Wadern sind es 23,5 Prozent, im Regionalverband Saarbrücken 22,5 Prozent.

Panorama
So viel Geld geht für die Miete drauf
Die Nachfrage nach Wohnraum steigt, doch eine neue Studie im Auftrag des ARD-Magazins Panorama zeigt: Millionen Haushalte können sich eine Neubaumiete nicht leisten. Wo die Situation besonders schwierig ist, zeigen unsere interaktiven Karten.

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