Steckdose (Foto: dpa)

Fünf Stromfresser im Haushalt

  28.06.2020 | 09:44 Uhr

Den permanent steigenden Strompreisen sind die Menschen im Saarland nicht hilflos ausgeliefert. Besonders im Sommer sollte laut Verbraucherzentrale der Fokus auf den sogenannten Stromfressern im Haushalt liegen.

Stromsparen in den saarländischen Haushalten ist nicht nur gut fürs Klima, sondern schont auf kurz oder lang den eigenen Geldbeutel. Die Verbraucherzentrale im Saarland nennt fünf Stromfresser im Haushalt und erklärt, wie diese bekämpft werden können.

1. Klimageräte

Vor allem Monoblockgeräte, die man im Baumarkt kaufen und an jede Steckdose anschließen kann, verbrauchen sehr viel Strom und das bei nur geringer Kühlleistung. Geeignet sind diese Geräte auch nur für kleine Räume. Als Alternativen schlägt Energieberaterin Cathrin Becker ein fest installiertes Kühlgerät oder noch besser einen Ventilator vor.

2. Elektroheizgeräte

Heizlüfter sind besonders im Badezimmer sehr beliebt, weil man sie in die Steckdose stecken kann und der Raum schnell warm wird. Der Stromverbrauch ist jedoch sehr hoch, und das böse Erwachen kommt bei der nächsten Jahresabrechnung. Die Energieberaterin empfiehlt daher auf Elektroheizgeräte komplett zu verzichten und stattdessen, wenn vorhanden, den Heizkörper weiter aufzudrehen.

3. Heizungspumpen

Alte, mehrstufige Heizungsumwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen sind oft der Stromfresser Nummer eins im Haushalt, denn sie laufen dauerhaft mit hoher Leistung. Ein Austausch gegen Hocheffizienzpumpen könnte laut Expertin eine Stromersparnis von bis zu 90 Prozent ermöglichen.

4. Elektrische Warmwasserbereitung

Die Warmwasserbereitung über Strom ist teuer, besonders bei hydraulischen Durchlauferhitzern oder alten Boilern. Ein elektronisch geregelter Durchlauferhitzer bringt nach Auskunft der Energieberaterin eine Stromersparnis von mindestens 30 Prozent.

5. Alte Kühl- und Gefrierschränke

Je älter ein Gerät ist, desto mehr Strom verbraucht es in der Regel. Ein 20 Jahre alter Kühlschrank verbraucht etwa viermal so viel Strom wie ein neues Gerät mit guter Effizienzklasse. Oft sind ältere Geräte zu groß und daher nur halb gefüllt. Deshalb rät die Expertin zu einer Investition in ein Gerät mit höchster Energieeffizienzklasse (A+++).

Weitere Tipps zur Bekämpfung von Stromfressern gibt es am Dienstag, 30. Juni von 18.00 bis 19:00 Uhr, im kostenlosen Online-Vortrag "Stromfresser unter Kontrolle" von Energieberaterin der Verbraucherzentrale Cathrin Becker. Nach einer Online-Anmeldung im Voraus ist die Teilnahme von zu Hause per Computer, Tablet oder Smartphone möglich.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja