Zwei Frauen gehen mit Einkaufstüten durch die Stadt (Foto: picture alliance/dpa)

Warnstreik im saarländischen Einzelhandel

Karin Mayer   07.06.2019 | 19:17 Uhr

Beschäftigte mehrerer Saarbrücker Geschäfte haben am Freitag gestreikt. Betroffen waren die Standorte von Primark, Esprit, H&M und Kaufhof in der Saarbrücker Bahnhofstraße. Trotz Streiks waren die Warenhäuser geöffnet.

Die Gewerkschaft fordert 163 Euro mehr für alle Lohngruppen und eine überproportionale Anhebung des Verkäuferinnengehaltes auf 2800 Euro. Der Landesverband Einzelhandel hat stattdessen 1,5 Prozent mehr rückwirkend zum April 2019 angeboten. Eine zweite Lohnsteigerung um 0,5 Prozent könnte es im April 2020 geben.

Video [aktueller bericht, 07.06.2019, Länge: 2:40 Min.]
Warnstreik im Einzelhandel

Alex Sauer von Verdi Saar sagte dem SR, die Arbeitgeber seien offensichtlich nicht an einer schnellen Verhandlungslösung interessiert. Deshalb wollten die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Beschäftigten im Einzelhandel seien massiv von Altersarmut bedroht. Teilzeitbeschäftigung sei in den vorwiegend weiblichen Belegschaften weit verbreitet.

Kaufhof-Beschäftigte wollen Anerkennungstarifvertrag

Auch Beschäftigte von Kaufhof Saarbrücken beteiligten sich am Warnstreik. Sie fordern nach dem Ausstieg von Kaufhof aus der Tarifbindung einen Anerkennungstarifvertrag.

Einzelhandel im Warnstreik
Audio [SR 3, Karin Mayer, 07.06.2019, Länge: 03:02 Min.]
Einzelhandel im Warnstreik

Im saarländischen Einzelhandel sind rund 42.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Tarifrunde für den Einzelhandel im Saarland wird am 24. Juni fortgesetzt

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 07.06.2019 berichtet.

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