Zauberfestival in St. Wendel (Foto: Veranstalter/Georg Lauer/Josef Bonenberger)

Verzaubertes St. Wendel

Leonie Rottmann   03.08.2019 | 20:48 Uhr

Bei Europas größtem Straßenzauber-Festival verwandelt sich die St. Wendeler Altstadt an diesem Wochenende wieder in einen magischen Ort – die besten Illusionisten aus Europa und Übersee treiben unter dem Motto „staunen und lachen“ ihre Späße und kämpfen um den Titel des besten Straßenzauberers.

Bei der 19. Auflage des „Internationalen Wettbewerbs der Straßenzauberer“ zeigen die 16 Magier aus der ganzen Welt seit Freitagnachmittag in St. Wendel ihre Künste und treten im Wettbewerb gegeneinander an. Höhepunkt des Festivals war die Open-Air-Zaubergala mit Magie, Jonglage und Comedy am Samstagabend.

Video [aktueller bericht, 02.08.2019, Länge: 3:01 Min.]
Start des Straßenzauberer-Festivals St. Wendel

Straßenzauberei hat ihre eigene Magie

Für Festivalleiter Georg Lauer ist der Straßenzauber-Wettbewerb etwas ganz Besonderes: „Es ist viel schwieriger, auf der Straße zu zaubern als auf der Bühne, weil die Akteure von Zuschauern umringt sind und sie sehen können, was hinter dem Rücken passiert.“ Das mache den Wettbewerb auch für Besucher spannend. Er rechnet mit 10.000 bis 15.000 Zuschauern am Wochenende in St. Wendel.

Buchs Balduin (Foto: Veranstalter/Georg Lauer/Josef Bonenberger)

Eine sechsköpfige internationale Jury sieht sich alle Vorstellungen an und entscheidet, wer den Titel des besten Straßenzauberers bekommt. In die Bewertung fließen unter anderem die Originalität der Show, die Umsetzung der Zauberei und der Umgang mit dem Publikum ein. Außerdem ist auch die Hutsammlung von Bedeutung.

Die Startplätze sind begehrt

Über 100 Zauberer haben sich um die Startplätze beim Festival beworben – die 16 Teilnehmer des Wettbewerbs reisen von vier verschiedenen Kontinenten an, aber auch drei Deutsche messen sich in St. Wendel: Gunther Stange, Kalibo und Chris Brandes zaubern um den Titel. Auch der Vorjahressieger Albi aus Liechtenstein wird wieder dabei sein, ebenso wie die bekannten Gesichter wie Ted McKoy aus Schottland, Flash Gonzales aus Chile und der Japaner Kamimaro.

Der Eintritt ist das ganze Wochenende frei. Die Teilnehmer erhalten vom Veranstalter zwar eine kleine Aufwandsentschädigung, die deckt allerdings nicht die Kosten für Flüge und Hotel. Daher freuen sie sich über Spenden nach ihren Aufritten, da sie sich hauptsächlich über die Hutsammlung finanzieren.

Der Sonntag steht im Zeichen der Familie

Nach der Eröffnung am Freitag gibt es noch am gesamten Wochenende Programm. Am Sonntag findet zum Abschluss des Festivals von 12.00 bis 20.00 Uhr ein Familien-Zauberfest auf bis zu sechs Aktionsflächen statt.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 02.08.2019 berichtet.

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