Justitia, Göttin der Justiz und der Gerechtigkeit, als Symbol für Gerichteentscheidungen (Foto: dpa)

Geldstrafe gegen Querdenkerin wegen Holocaust-Vergleich

  19.09.2022 | 13:27 Uhr

Wegen eines Holocaust-Vergleichs im Umfeld von sogenannten "Stolpersteinen" in Sankt Ingbert muss die ehemalige Landtagskandidatin der Partei "Die Basis", Ute Weisang, eine Geldstrafe zahlen. Sie akzeptierte einen Strafbefehl über 500 Euro.

Eine Flugblatt-Aktion im Umfeld der St. Ingberter Stolpersteine, mit denen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert wird, hatte im November vergangenen Jahres landesweit für Empörung gesorgt. Unter der Überschrift "Es begann immer mit Ausgrenzung" war auf den Flugblättern eine Parallele zwischen der Corona-Politik und dem Massenmord der Nazis an den Juden gezogen worden.

Zu der Aktion hatte sich die Landtagskandidatin der der Querdenker-Bewegung nahestehenden Partei "Die Basis", Ute Weisang, bekannt. Sie beteuerte in den sozialen Netzwerken, dass sie keineswegs den Holocaust habe relativieren wollte, zog aber zugleich erneut Parallelen zwischen der NS-Diktatur und der Corona-Politik.

Strafbefehl ist rechtskräftig

Im Juli war nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl gegen Weisang ergangen. Ihren Einspruch dagegen hat Weisang im September zurückgezogen und den Strafbefehl über insgesamt 500 Euro akzeptiert. Er ist damit rechtskräftig.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 19.09.2022.

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