Verkehrschaos anlässlich einer Demonstration der Schausteller in der Saarbrücker Innenstadt (Foto: Imago Images/BeckerBredel)

Schausteller müssen mit Anzeigen rechnen

Marc-André Kruppa   07.08.2020 | 08:01 Uhr

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Schausteller-Demo am Donnerstag in Saarbrücken bereitet die Polizei mehrere Strafanzeigen vor. Derzeit wird noch das Videomaterial ausgewertet, um die teils unübersichtliche Lage entsprechend einzuschätzen.

"Irgendwann hat es bei der Polizei nicht mehr funktioniert"
Audio [SR 3, 07.08.2020, Länge: 07:11 Min.]
"Irgendwann hat es bei der Polizei nicht mehr funktioniert"

Nach Polizeiangaben könnte es mindestens drei Anzeigen wegen Nötigung geben. Vor allem der Versammlungsleiter muss sich verantworten. Denn er habe im Vorfeld zugesagt, dass die Schausteller eine Mindestgeschwindigkeit einhalten, um den Verkehr nicht aufzuhalten und dass bestimmte Straßen nicht angefahren werden. Das sei aber alles nicht passiert.

Polizei prüft Rechtslage

Die Wagen hätten teilweise Straßen blockiert, ein Löschzug der Feuerwehr sei unterwegs aufgehalten und die Versammlung nach eindeutiger Aufforderung nicht aufgelöst worden.

Schausteller müssen mit Anzeigen rechnen
Audio [SR 3, Marc-André Kruppa, 07.08.2020, Länge: 00:43 Min.]
Schausteller müssen mit Anzeigen rechnen

Die Polizei will die Rechtslage zum Versammlungsrecht noch einmal genau prüfen, bevor die Anzeigen rausgehen, aber es ist davon auszugehen, dass einige der Schausteller mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Das könnte dann Ende nächster oder Anfang übernächster Woche passieren.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 07.08.2020 berichtet.

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