Gondwana Praehistorium  (Foto: SR)

Gondwana-Streit beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft

Thomas Gerber   12.06.2020 | 07:42 Uhr

Der Betreiber des Gondwana-Prähistoriums, Matthias Michael Kuhl, hat Strafanzeige gegen zwei ehemalige und den amtierenden Geschäftsführer der Industriekultur Saar erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob tatsächlich ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken bestätigte dem SR, dass sie ein entsprechendes Verfahren von der Staatsanwaltschaft Münster übernommen habe. Dort habe Kuhls Anwalt die Anzeige bereits Ende April eingereicht. Er werfe den IKS-Geschäftsführern Betrug durch Unterlassen vor. Dazu soll es beim Kauf des Grundstücks gekommen sein, auf dem sich inzwischen der Gondwana-Themenpark befindet.

Video [aktueller bericht, 12.06.2020, Länge: ab Min. 16:27]
Nachrichten

Streit um Risse in den Gebäuden

Gondwana-Investor erstattet Strafanzeige
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 12.06.2020, Länge: 03:54 Min.]
Gondwana-Investor erstattet Strafanzeige

Die Beschuldigten hätten gewusst, dass das ehemalige Grubengelände aus geotechnischen Gründen für eine Bebauung nicht geeignet sei, dies aber gegenüber Kuhl verschwiegen. Aufgrund einer mangelhaften Verdichtung des Erdreichs soll es laut Kuhl zu Rissen in den Gebäuden gekommen sein.

Bei der IKS sieht man den Betrugsvorwurf gelassen. Die von Kuhl behauptete Rissbildung aufgrund des angeblich zu losen Bau-Untergrunds sei mit nichts belegt. Beim Geländekauf vor mehr als zehn Jahren habe Kuhl die damals durchgeführten Bodenverdichtungsmaßnahmen vielmehr schriftlich als Anlage zum Kaufvertrag akzeptiert.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun nach eigenen Angaben, ob tatsächlich ein Anfangsverdacht für eine verfolgbare Straftat besteht. Sollte sich dies bestätigen, würden Ermittlungen aufgenommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.06.2020 berichtet.

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