Stolperstein vor dem Saarbrücker Rathaus (Foto: Lisa Huth/SR)

Sechs neue Stolpersteine für Saarbrücken

Lisa Huth   28.08.2019 | 10:08 Uhr

In der Landeshauptstadt sind heute sechs neue Stolpersteine verlegt worden. Diese sollen an die Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung von sechs Saarbrückerinnen und Saarbrückern durch die Nationalsozialisten erinnern.

In Saarbrücken gibt es mittlerweile 32 Stolpersteine. Das sind in den Boden eingelegte, kleine quadratische Messingtafeln. Meist werden Bordsteine vor den Häusern gewählt, in denen die deportierten und ermordeten Menschen gewohnt haben.

Sechs neue Stolpersteine in Saarbrücken
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 28.08.2019, Länge: 03:24 Min.]
Sechs neue Stolpersteine in Saarbrücken

Von diesem Monat an wird nun auch an sechs Menschen in der Spichererberg-, der Rubens- und der Bülowstraße erinnert. Dort wohnten Berta Ebeling, Johann Rupprecht, Hans Ruprecht, Josef Klemmer, Franziska Guldner und Emma Bauernfeind.

Jeder kann anregen

Stolpersteine (Foto: SR)
In vielen Städten machen Bürger es sich zur Aufgabe, die Steine immer blank zu putzen, damit sie sichtbar bleiben.

Die Verlegung der Stolpersteine wurde laut der Stadt Saarbrücken angeregt durch Angehörige der Betroffenen, vom Historischen Verein für die Saargegend, von der Pädagogisch-Sozialen Aktionsgemeinschaft (Pädsak) und von Anna Theis. Die Studentin aus Darmstadt hat sich im Rahmen eines Projektes mit den Opfern der Euthanasie und der Tötungsanstalt in Hadamar beschäftigt. Das Saarbrücker Stadtarchiv unterstützt und organisiert die Verlegung.

Künstler Gunter Demnig

Die Verlegung von „Stolpersteinen‟ stellt eine Form des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus dar. Sie geht auf ein Projekt des in Köln lebenden Künstlers Gunter Demnig aus dem Jahr 1992 zurück.

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