Ein Storch mit Kücken im Nest (Foto: Gerd Wehlack)

Nabu tippt auf neuen Weißstorch-Rekord im Saarland

  21.05.2022 | 08:22 Uhr

Schon im vergangenen Jahr gab es einen Rekord um die schwarz-weiß gefiederten Vögel: 25 Weißstorch-Paare haben im Saarland ihren Nachwuchs aufgezogen. In diesem Jahr könnten es sogar noch mehr werden, vermutet Rudi Reiter vom Naturschutzbund (NABU).

Sie haben ihre Nester auf Hausdächern, Türmen, Strommasten oder Bäumen - besonders in dieser Zeit. Denn für Störche ist Brutzeit. Von Anfang April bis Anfang August brüten Storchen-Paare ihre Eier aus. Laut Naturschutzbund (NABU) meist drei bis fünf Stück.

Je mehr Jungvögel in einem Jahr, desto mehr Störche gibt es dann vermutlich im kommenden Jahr. Denn sie kehren nach den Wintermonaten meist in ihre Heimat zurück, erklärt der stellvertretende NABU-Landesvorsitzende im Saarland Rudi Reiter.

Auch das Saarland scheint ein beliebter Ort für die Störche zu sein - viele Nester wurden zum Beispiel bereits bei den Blieswiesen zwischen Homburg und Blieskastel entdeckt. Nach dem Storchen-Rekord von 25 Storchen-Paaren im vergangenen Jahr könnte der Rekord in diesem Jahr noch übertroffen werden, vermutet Reiter. Insgesamt seien 45 Jungvögel aufgezogen worden - die mit etwas Glück in ihre saarländische Heimat zurückkehren.

Mehr Nistplätze gebraucht

Mit der Anzahl der Störche steigt auch der Bedarf an Nistgelegenheiten, sagt Reiter. So sei schon beobachtet worden, dass immer mehr Störche den Nestbau wieder selbst in die Hand nehmen, da die von Menschen aufgestellten Kunsthorste schnell belegt seien.

Brutzeit für Störche im Saarland

Bis die Storchen-Eier ausgebrütet sind, dauert es laut NABU in der Regel etwas mehr als einen Monat. Die Jungstörche bleiben dann etwa zwei Monate im Nest.

Um das Verhalten der Vögel zu beobachten, werden die jungen Tiere meist kurz bevor sie flügge werden beringt.

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