Eine Spritze mit Corona-Impfstoff wird aufgezogen. (Foto: picture alliance / agrarmotive | Klaus-Dieter Esser)

Stiko rät zur zweiten Boosterimpfung für Ältere und Gefährdete

  03.02.2022 | 11:16 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will angesichts der Omikron-Welle eine zweite Auffrischungsimpfung für besonders stark gefährdete Gruppen wie beispielsweise Menschen ab 70 Jahren empfehlen. Auch für den Novavax-Impfstoff gibt es eine neue Einschätzung.

Die Empfehlung zu einer zweiten Auffrischungsimpfung soll nach Angaben der Stiko unter anderem für über 70-Jährige, für die Bewohner von Altenheimen und Menschen mit Immunschwächekrankheiten ab fünf Jahren gelten.

Ebenso greift sie für die Beschäftigen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen insbesondere mit direktem Patientenkontakt. Der zweite Booster soll demnach bei gesundheitlich stark gefährdeten Menschen frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung verabreicht werden. Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen ihn frühestens nach einem halben Jahr bekommen.

Schutz gegen Omikron sinkt

"Aktuelle Daten zeigen, dass der Schutz nach der ersten Auffrischimpfung gegen Infektionen mit der momentan zirkulierenden Omikron-Variante innerhalb weniger Monate abnimmt", erklärte die Stiko. Dies sei "insbesondere für Menschen ab 70 Jahren und für Personen mit Immunschwäche bedeutsam, da diese das höchste Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nach einer Infektion haben."

Einsatz von Novavax ab 18 Jahren

Zugleich rät die Stiko dazu, den Impfstoff des Herstellers Novavax bei der Grundimmunisierung von Menschen ab 18 Jahren einzusetzen. Das Gremium sprach sich für zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen aus.

Ausgenommen sind vorerst Schwangere und Stillende. Das Vakzin des Herstellers Novavax wurde am 20. Dezember von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Es ist der erste proteinbasierte Corona-Impfstoff, der in der Europäischen Union zur Verfügung steht. Im Saarland sind Impfungen mit dem Vakzin wohl ab Ende Februar möglich.

Ein Beschlussentwurf zu den Empfehlungen ist zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, Änderungen sind noch möglich.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.02.2022 berichtet.

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