Registrierkasse (Foto: dpa)

Gastronom kommt mit Bewährungsstrafe davon

Gabor Filipp   30.03.2020 | 17:41 Uhr

Wegen Steuerhinterziehung hat das Landgericht Saarbrücken einen italienischen Gastronomen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ausserdem muss der 53-Jährige den Steuerschaden in Höhe von 330.000 Euro wiedergutmachen und 40.000 Euro als Bewährungsauflage zahlen.

Beim Prozess-Auftakt im September letzten Jahres war noch eine Steuerverkürzung von mindestens 1,3 Millionen Euro angeklagt. Ein Schaden für den Fiskus, den der italienische Gastwirt mit Schwarz-Umsätzen erzielt hatte. Dafür gab es schwarze Kassen in Form von Hand-Geräten: In diese wurden zwar die Bestellungen der Gäste eingetippt, aber dann nicht per W-Lan an die Zentralkasse weiter geleitet oder dort gespeichert, zumindest in vielen Fällen.

Hochrechnungen und Schätzungen von Steuerfahndung und Sachverständigen ergaben die Millionensumme. Davon blieben letztlich rund 500.000 Euro, abzüglich der versuchten Taten ergab sich ein realer Steuerschaden von 330.000 Euro. Das hätte für eine Gefängnisstrafe gereicht. Aber mit einem neuen Verteidiger lenkte der Angeklagte letztlich ein und verschaffte sich somit einen Deal, der eine Bewährungsstrafe zuließ.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.03.2020 berichtet.

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